Sbisa und die Knights schaffen die Sensation

Die Vegas Golden Knights sorgen im NHL-Playoff für Furore. Der Zuger Luca Sbisa trägt mit einem Assist zum Finaleinzug bei.

Das Märchen geht weiter: Luca Sbisa (l.) und Colin Miller liegen sich nach dem 2:1 in den Armen. (20. Mai 2018)

Das Märchen geht weiter: Luca Sbisa (l.) und Colin Miller liegen sich nach dem 2:1 in den Armen. (20. Mai 2018)

(Bild: AFP David Lipnowski)

Der Liga-Neuling aus dem Spieler-Mekka Las Vegas steht nach dem 2:1-Auswärtssieg bei den Winnipeg Jets als erster Stanley-Cup-Finalist fest. Beim 2:1-Siegtor lenkte Ryan Reaves kurz nach Spielhälfte einen Weitschuss von Luca Sbisa unhaltbar unter die Latte ab. Für den Zuger Verteidiger war es der zweite Skorerpunkt im siebten Playoff-Spiel für Las Vegas, nachdem er zu Beginn des Stanley Cups noch verletzt ausgefallen war. Die Serie gewannen die goldenen Ritter mit 4:1 Siegen.

Im Startdrittel hatte Alex Tuch das Team aus dem Gamblerparadies in Führung gebracht, Josh Morrissey glich aus. Mehr lag für das letzte kanadische Team im Playoff nicht mehr drin. Ein Schlüssel zum Erfolg der Gäste war einmal mehr Goalie Marc-André Fleury mit 31 Paraden. Mit nun 74 Playoff-Siegen ist der dreifache Stanley-Cup-Champion (mit den Pittsburgh Penguins) die Nummer 8 der ewigen Bestenliste.

Golden Knights schreiben Geschichte

Der Finaleinzug der Golden Knights darf als absolute Sensation eingestuft werden. Die im letzten Sommer zusammengewürfelte Mannschaft aus Las Vegas ist faktisch das erste Expansion-Team, das in seinem ersten Jahr den Playoff-Final erreicht, denn die Finalvorstösse der Toronto Arenas (1918) und der St. Louis Blues (1968) sind nicht wirklich vergleichbar.

Vor 100 Jahren war die Vorgänger-Liga aufgelöst und die NHL neu gegründet worden, vor 50 Jahren wurde die Liga von sechs auf zwölf Teams aufgestockt, und alle sechs neuen CKlubs spielten in der gleichen Conference. Einer musste also den Final erreichen.

Gegner der Vegas Golden Knights im Stanley-Cup-Final 2018 sind die Tampa Bay Lightning oder die Washington Capitals. Tampa Bay, der Qualifikationssieger im Osten, hat in der Nacht auf Dienstag die Chance, mit dem vierten Sieg in Folge in den Final einzuziehen. Nach zwei Siegen zum Auftakt liegt Washington mit Superstar Alexander Owetschkin in der Best-of-7-Serie mit 2:3 im Rückstand.

fal/sda

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