Zum Hauptinhalt springen

SC Bern souverän gegen Lausanne

Bern gewinnt 2:0 gegen Lausanne. Es ist sein zweiter Sieg am Wochenende.

Yanik Burren und Andrew Ebbett bejubeln das Führungstor für den SCB.
Yanik Burren und Andrew Ebbett bejubeln das Führungstor für den SCB.
Keystone

Da war das ungenaue Zuspiel von Torrey Mitchell. Der überhastete Abschluss von Sandro Zangger. Die verpasste Chance von Christoph Bertschy. Das Missverständnis im Powerplay.

Es gab sie am Samstag in Bern zuhauf, diese Torszenen für Lausanne, bei denen sich die Frage stellte: Was hätte wohl Dustin Jeffrey aus dieser Möglichkeit gemacht? Wahrscheinlich mehr als seine Mitspieler, mit Sicherheit nicht weniger. Lausanne blieb ohne Tor und verlor 0:2.

Jeffrey ist der wichtigste Einzelspieler der Waadtländer. Der 30 Jahre alte Kanadier war in der vergangenen Qualifikation bester Skorer in der National League. Er ist ein hervorragender Bullyspieler – und vor allem besitzt Jeffrey die Gabe, die Mitspieler besser zu machen.

Yannick Herren weiss Bescheid. Der Lausanner Topskorer pflegt seine Tore an der Seite Jeffreys zu erzielen. Nun aber fällt der Mittelstürmer drei bis vier Monate lang aus. Er zog sich am Dienstag in Rapperswil einen Bänderriss am rechten Handgelenk zu. Und ohne «DJ», wie Jeffrey in Lausanne genannt wird, sorgt im Angriff keiner für die Musik: 1:2 in Rapperswil, 1:5 gegen Davos, 0:2 in Bern.

Am Samstag war Lausanne trotz engagierter Startphase ohne Siegchance. Die Berner störten den Gegner früh, die Wirkung blieb nicht aus: Die Gäste begingen immer wieder Fehler im Aufbau. Das Führungstor hatte aber einen anderen Ursprung. Yanik Burren schoss die Scheibe mit dem Rücken zum Tor stehend in die Gefahrenzone, Mitchell touchierte den Puck und düpierte damit seinen Torhüter Luca Boltshauser.

Noch vor der ersten Pause reüssierte Mark Arcobello im Powerplay von der blauen Linie. Lausannes Coach Ville Peltonen sah sich die Wiederholung auf dem Videowürfel an und kniff die Augen zusammen. Das Gesehene konnte ihm nicht gefallen.

Der Zauberlehrling bleibt gegen seinen Meister ohne Erfolg

Peltonen ist seit Jeffreys Ausfall dazu gezwungen, Verantwortung und Eiszeiten ein wenig breiter zu verteilen. In den ersten Saisonspielen hatte der Trainer vorzugsweise auf zwei Top-Formationen gesetzt. Mit der Massnahme, die besten Kräfte zu forcieren, gemahnte er an SCB-Coach Kari Jalonen. Die beiden Finnen verbindet ein enges Band: Peltonen war unter Jalonen Captain bei IFK Helsinki, assistierte ihm später jeweils zwei Saisons lang beim finnischen Nationalteam und in Bern. «Ich durfte von einem der Besten lernen», sagt Peltonen.

Am Samstag traf der Zauberlehrling zum ersten Mal auf seinen Meister. Peltonen war mit der Situation zwar nicht überfordert wie der Zauberlehrling in Goethes Werk, aber sein Team blieb vieles schuldig. Die Berner verpassten mehrfach die Entscheidung: Rüfenacht, Kämpf, Haas und Ebbett konnten nicht halten, was ihre Abschlusspositionen versprochen hatten.

«Bern war gut, uns fehlte es in der Offensive an Qualität», sagt Peltonen. Und auf das Duell mit Jalonen angesprochen: «Unsere Leistung gibt mir genügend Denkarbeit. Da bleibt für anderes kein Platz.»

Der SC Bern schloss derweil eine intensive Woche (vier Begegnungen) erfolgreich ab. Am Freitag hatte er in Ambri prächtige Tore erzielt, am Samstag blieben die Zauberstöcke in der Garderobe.

Telegramm: Bern - Lausanne 2:0 (2:0, 0:0, 0:0) 16'007 Zuschauer. - SR Salonen/Müller, Altmann/Rebetez. - Tore: 8. Burren (Mursak) 1:0. 20. (19:25) Arcobello (Ebbett, Almquist/Ausschluss Nodari) 2:0. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Ebbett; Herren. Bern: Genoni; Krueger, Blum; Burren, Almquist; Andersson, Beat Gerber; Marti; Mursak, Ebbett, Kämpf; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Heim, Haas, Scherwey; Berger, Bieber, Grassi. Lausanne: Boltshauser; Genazzi, Lindbohm; Junland, Grossmann; Nodari, Frick; Trutmann; Zangger, Mitchell, Herren; Simic, Vermin, Bertschy; Leone, Froidevaux, Kenins; Traber, Antonietti, Schelling; Roberts. Bemerkungen: Bern ohne Sciaroni (gesperrt), Kamerzin und Untersander, Lausanne ohne Jeffrey und In-Albon (alle verletzt). Pfostenschüsse Rüfenacht (17.) und Gerber (60.). Timeout Lausanne (58:05), Lausanne danach ohne Torhüter.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch