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Zwei Tore, zwei Worte: Pflicht erfüllt

Der Tabellenführer besiegt das letztklassierte Kloten 2:0. Es war ein Spiel, das rasch vergessen sein dürfte. Für den Meister geht die Akkordarbeit weiter: Am Spengler-Cup dürften gleich zehn SCB-Akteure im Einsatz stehen.

Zwischen den Bernern und den Gästen aus Kloten entwickelte sich eine umkämpfte Partie.
Zwischen den Bernern und den Gästen aus Kloten entwickelte sich eine umkämpfte Partie.
Peter Schneider, Keystone
Tristan Scherwey war es, der im Mitteldrittel das Skore eröffnen konnte.
Tristan Scherwey war es, der im Mitteldrittel das Skore eröffnen konnte.
Peter Schneider, Keystone
Andrew Ebbett kämpft beim Bully mit Tommi Santala um die Scheibe
Andrew Ebbett kämpft beim Bully mit Tommi Santala um die Scheibe
Peter Schneider, Keystone
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Es war das zweitletzte Heimspiel vor Weihnachten, es war Erster gegen Letzter, und irgendwie entsprach es, also das Spiel, den Erwartungen. Der SC Bern dominierte, war mehrheitlich in Puckbesitz, liess aber das Quäntchen Überzeugung vermissen.

Die Klotener bemühten sich um konsequente Abwehrarbeit, und vorne sollte wahlweise der Zufall oder der liebe Gott helfen. Am Ende setzte sich der Favorit 2:0 durch. Torhüter Leonardo Genoni kam zu seinem vierten Saison-Shutout, und die statistische Distanz zwischen den Kontrahenten erweiterte sich um drei Zähler auf stolze 44 Punkte.

Arcobello im zweiten Anlauf

Derart eindeutig, wie die Punktedifferenz vermuten liesse, war das Gezeigte nicht – einseitig aber allemal. Kloten fehlten acht Spieler, darunter gestandene Kräfte wie Captain Denis Hollenstein, Romano Lemm und Matthias Bieber. Mit Adrian Wetli, Marco Lehmann, Yannick Brunner und Oliver Steiner fungierten vier Junioren auf dem Matchblatt, deren summierte National-League-Erfahrung sieben Partien beträgt.

Entsprechend wählte Coach Kevin Schläpfer die Taktik der Vernunft: Die Gäste waren auf Vorsicht und Defensive bedacht, spielten in der eigenen Zone ein konsequentes 1-gegen-1. Damit tat sich der Favorit lange Zeit schwer. Die Berner zogen mit dem Puck ihre Kreise, was hübsch aussah, aber nicht effizient war.

«Zu wenig hungrig, zu viel ums Tor herumgespielt», sagte Tristan Scherwey. Der Flügel gehörte mit dem Kanadier Andrew Ebbett und dem Amerikaner Mark Arcobello zu den Auffälligsten. Arcobello verpasste die beste Möglichkeit im Startdrittel: Er zog in Unterzahl los, wurde von Patrick von Gunten gefoult, verschoss den fälligen Penalty. Eine Szene danach scheiterten Scherwey und Ebbett.

Der Berner und der Topskorer fanden nur deshalb zusammen, weil Scherweys eigentlicher Center Gaëtan Haas verletzungshalber fehlte. Scherwey und Ebbett harmonierten sogleich, kombinierten sich einige Male durch die Abwehr der Gäste. Scherwey war es auch, der das erste Tor erzielte (21. Minute).

Die Equipe von Kari Jalonen wählte nun vermehrt den direkten Weg aufs Tor, kam von diesem im letzten Abschnitt aber wieder ab. Prompt verzeichneten die Gäste ein paar Möglichkeiten der Kategorie «einigermassen gefährlich». Ausgerechnet Klotens Topskorer Vincent Praplan entschied die Partie zugunsten des Leaders: Er spedierte den Puck in der Mittelzone auf den Stock Arcobellos – und im zweiten Anlauf behielt der Angreifer im Tête-à-tête mit Goalie Luca Boltshauser das bessere Ende für sich. Das Fazit lässt sich auf zwei Worte von Verteidiger Ramon Untersander reduzieren: «Pflicht erfüllt».

Silvester im Bündnerland?

Die Partie gegen Kloten war bereits der 45. Ernstkampf des SCB in dieser Saison. Das Programm zehrt an den Kräften, die Weihnachtspause käme gelegen, wäre es denn nur eine richtige Pause. Gleich zehn Akteure des Meisters werden in der Altjahrswoche am Spengler-Cup im Einsatz stehen: Goalie Genoni, die Verteidiger Eric Blum und Untersander sowie die Stürmer Simon Bodenmann, Thomas Rüfenacht, Scherwey und Haas (falls einsatzbereit) gehören zum Kader der Schweizer Nationalmannschaft, welches am Mittwoch kommuniziert werden dürfte.

Maxim Noreau, Mason Raymond und Ebbett werden das «Team Canada» ergänzen. Sollten Kanada und die Schweiz am Silvestermittag den Final bestreiten, würde das Gros der Berner Delegation den Jahreswechsel gleich in den Bündner Bergen feiern. Die erste Partie im Jahr 2018 lautet am 2. Januar: Davos-SCB.

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