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SCB holt Goalie Michael Garnett

Für den SC Bern beginnt bei den ZSC Lions der Schlussspurt in der Qualifikation. Im Hinblick auf die anstehenden Playoffs hat Sportchef Alex Chatelain mit dem 34 Jahre alten Kanadier Michael Garnett einen Back-up-Torhüter verpflichtet.

Der Kanadier Nicolas Thibaudeau spielte fünf Jahre bei Rapperswil und wechselte 2015 zum EV Zug. Zuletzt spielte er in der NLB beim EHC Visp. Bis Ende Saison 2016/17 stösst er nun zum SC Bern. (28.2.2017)
Der Kanadier Nicolas Thibaudeau spielte fünf Jahre bei Rapperswil und wechselte 2015 zum EV Zug. Zuletzt spielte er in der NLB beim EHC Visp. Bis Ende Saison 2016/17 stösst er nun zum SC Bern. (28.2.2017)
Keystone
Kommt bis Saisonende als Absicherung für Leonardo Genoni: Der Kanadier Michael Garnett vom KHL-Klub Medvescak Zagreb (13.2.2017).
Kommt bis Saisonende als Absicherung für Leonardo Genoni: Der Kanadier Michael Garnett vom KHL-Klub Medvescak Zagreb (13.2.2017).
Twitter/@khl4all
Ebenfalls noch offen ist, ob Derek Roy, der den SC Bern mit seinem 3:2-Treffer in Lugano zum Meister schoss, bleibt.
Ebenfalls noch offen ist, ob Derek Roy, der den SC Bern mit seinem 3:2-Treffer in Lugano zum Meister schoss, bleibt.
Keystone
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Wer rastet, der rostet. Ob dieses Sprichwort auch in Finnland existiert? Jedenfalls hält Trainer Kari Jalonen für seine Mannschaft zum Abschluss des Trainings noch ein paar Sprinteinheiten bereit. Gerastet hat der SC Bern zuletzt zwar keineswegs, an Wettkampfpraxis war aber nicht zu denken. Wenn die Spieler zum Spitzenkampf bei den ZSC Lions gastieren, werden sie erst den zweiten Ernstkampf im Monat Februar bestreiten.

Geht es im Vergleich mit dem ersten Verfolger um die goldene Ananas? Marc Reichert verneint. Der Routinier sagt: «Wir wollen die Qualifikation so weit oben wie möglich abschliessen. Für einen Klub wie Bern ist es wichtig, in der Champions Hockey League vertreten zu sein.» Die beiden Bestklassierten nach der Regular Season haben den Startplatz im europäischen Wettbewerb auf sicher. Den Leader SCB und den Dritten Zug trennen nur zwei Punkte.

Mit dem Match in Zürich starten die Berner ihren Schlussspurt in der Qualifikation. Nach der langen Wettkampfpause stehen sechs Partien innert zweier ­Wochen an, ehe am 4. März die Playoffs beginnen werden.

Für Jalonens Equipe, deren Formkurve seit dem Jahreswechsel einer Achterbahn ähnelt, ist es höchste Eisenbahn, Konstanz zu erlangen. «Die Teams werden defensiv stärker», sagt Reichert. «Daran müssen wir uns gewöhnen. Die Zeit des Spektakelhockeys vom November und Dezember ist vorbei.» Just in diesen zwei Monaten hat der SCB überzeugt. Es gilt, zu alter Dominanz zurückzufinden.

«Guter Typ» als Absicherung

Im Hinblick auf die Playoffs hat Sportchef Alex Chatelain seine siebte Ausländerlizenz vergeben: Zwei Tage vor Transferschluss verpflichtete der SCB den 34 Jahre alten kanadischen Torhüter Michael Garnett. Er stösst vom KHL-Klub Medvescak Zagreb zum Team.

Das Paradoxe an der Verpflichtung ist: Läuft alles nach Plan, wird er für den SCB gar nie zum Einsatz kommen. Leonardo Genoni bleibt für die Playoffs die klare Nummer eins. «Wir wollten uns absichern für den Fall, dass sich Genoni verletzen sollte», sagt Chatelain.

Garnetts Aufgabe ist somit im Prinzip eine undankbare: Er soll die Rolle als Back-up-Torhüter akzeptieren, den Stammgoalie Genoni so gut wie möglich unterstützen, im Training Vollgas geben, jederzeit positiv bleiben – und, sollte es ihn doch benötigen, dem Team als meistertauglicher Rückhalt dienen. «Nichtsdestotrotz freut er sich auf seine Rolle», sagt Chatelain. «Garnett ist ein guter Typ. Er passt zu uns.»

Garnett wurde 2001 in der dritten Runde von den Atlanta Thrashers gedraftet. Für die Franchise bestritt er vier Jahre später 24 NHL-Partien. Seit der Saison 2007/2008 ist der Kanadier in Europa in der Kontinental Hockey League engagiert. Diese Saison bestritt er für Zagreb 17 Partien (Gegentorschnitt 3,15; Fangquote 90,3 Prozent).

Der 34 Jahre alte Kanadier wird am Dienstagabend in Zürich ­landen und beim Match ZSC Lions - SC Bern seine Teamkollegen kennen lernen. Fehlen wird im Hallenstadion Simon Bodenmann: Der Flügel ist nach seinem Zusammenprall mit Simon Moser im letzten Match noch nicht wieder einsatzfähig.

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