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Lugano nach Finaleinzug im Freudentaumel

Der HC Lugano bezwingt Genf-Servette dank einem Penalty-Treffer in der Verlängerung und zieht in den Playoff-Final ein. Dort wartet der SC Bern.

Lugano steht im Final: Die Bianconeri bezwingen Genf-Servette in der Overtime nach einem Penalty.
Lugano steht im Final: Die Bianconeri bezwingen Genf-Servette in der Overtime nach einem Penalty.
Gabriele Putzu, Keystone
Der gefoulte Philippe Furrer versenkt den Penalty nach einer kurzen Verletzungspause in den Maschen von Robert Mayer.
Der gefoulte Philippe Furrer versenkt den Penalty nach einer kurzen Verletzungspause in den Maschen von Robert Mayer.
Gabriele Putzu, Keystone
3:1-Erfolg in Biel: Langnau benötigt nur noch einen Sieg zum Ligaerhalt.
3:1-Erfolg in Biel: Langnau benötigt nur noch einen Sieg zum Ligaerhalt.
Marcel Bieri, Keystone
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«Ich würde nie gegen dieses Team wetten. Es fand immer einen Weg für ein Wunder», hatte Servettes Headcoach Chris McSorley nach der unnötigen 2:3-Niederlage nach der Verlängerung im fünften Spiel gesagt. Diesmal allerdings nicht, obwohl die Genfer 2:1 (30.) und 3:2 (nach 13 Sekunden im letzten Drittel) in Führung gingen.

Es passte zu dieser verrückten Serie, dass es zum vierten Mal zu einer Verlängerung kam, wobei zum dritten Mal die Tessiner die Oberhand behielten. Den entscheidenden Treffer erzielte in der 74. Minute Verteidiger Philippe Furrer, der einen Penalty souverän verwandelte. Schon zuvor waren die Bianconeri dem Sieg in der Overtime mehrmals nahe gestanden.

Schnelle Tessiner Reaktion

Die Reaktion von Lugano auf die Rückstände war jeweils prompt erfolgt. Nur 126 Sekunden nach dem 1:2 von Kevin Romy (30.) traf Fredrik Pettersson mit seinem 28. Tor in dieser Saison nach magistraler Vorarbeit von PostFinance-Topskorer Linus Klasen zum 2:2. Das 3:2 von Noah Rod, das nach 13 Sekunden im letzten Drittel fiel, hielt nur 155 Sekunden, dann schloss Damien Brunner einen Konter erfolgreich ab, wobei das Tor nicht unhaltbar schien.

Die beiden Teams boten den 7628 Zuschauern eine packende Partie, in der gerade so gut auch Servette als Sieger hätte hervorgehen können. Während die Vorteile im letzten Drittel auf Seiten der Luganesi lagen, waren in den ersten 40 Minuten eher die Genfer besser gewesen.

Genf führte zwei Mal

Nachdem Diego Kostner die Bianconeri in der 7. Minute mit einem Ablenker in Führung gebracht hatte, sorgten Verteidiger Eliot Antonietti (24.) mit einem Weitschuss von der blauen Linie und Romy (30.) für die zwischenzeitliche Wende. Letzterer tankte sich gegen Klasen durch, zog von der Bande in den Slot und liess Luganos Keeper Elvis Merzlikins keine Chance. Der Druck von Servette ging weiter; Lugano bekundete in dieser Phase Mühe. Insofern hätte das 2:2 zu keinem besseren Zeitpunkt fallen können.

Lugano hatte zum 26. Mal die Chance, eine Serie vor heimischem Publikum zu beenden, und nutzte diese zum 18. Mal. Nun treffen die Tessiner ab Samstag im Final auf Bern. Die Bianconeri geniessen als Fünfter der Qualifikation Heimvorteil. Lugano und Bern treffen zum neunten Mal in den Playoffs aufeinander, wobei sich sechsmal der SCB durchgesetzt hat.

SCL Tigers fehlt noch ein Sieg vom Ligaerhalt

Die SCL Tigers kommen im fünften Duell des NLA-Playouts als erstes Team zu einem Auswärtssieg. Die Langnauer setzen sich in Biel 3:1 durch, womit ihnen noch ein Sieg zum Ligaerhalt fehlt.

Die Fans des EHCB trauten am Ostermontag im neuen Bieler Eispalast ihren Augen nicht. Die SCL Tigers waren beim 3:1-Auswärtssieg gegenüber den ersten beiden Auftritten im Seeland in dieser Serie (1:6 und 0:3) nicht mehr wiederzuerkennen. Die Langnauer gingen im fünften Spiel schon nach 234 Sekunden durch Yannick-Lennart Albrecht in Führung. Biel schaffte nach 24 Minuten mit einem Mann mehr auf dem Eis durch Mathieu Tschantré den 1:1-Ausgleich. Sieben Minuten später brachte Thomas Nüssli die Gäste aber wieder in Führung. Und diesen Vorsprung brachten die Tigers über die Zeit.

Der Sieg geht völlig in Ordnung

Die Langnauer setzten sich verdientermassen durch. Trotz 49:22 Torschüssen erspielte sich Biel nicht viele gute Abschlussmöglichkeiten. Langnaus Goalie Damiano Ciaccio (48 Paraden) hexte zum zweiten Mal in dieser Serie (nach dem 1:0 in Spiel 2) sein Team mit fast 50 Paraden zum Sieg. Sein Gegenüber, Biels Lukas Meili, liess vor dem ersten Gegentor die Scheibe abprallen. Das 1:2 ermöglichte Biel mit einem miserablen Spielerwechsel.

Die sechste Partie findet am Donnerstag in Langnau statt. Die Serie zwischen den beiden Berner Teams wird auch dann zu Ende gespielt, wenn Ajoie am Dienstag in Rapperswil den NLB-Meistertitel holen sollte, obwohl dann kein Team aus der NLA absteigen würde.

Lugano - Genève-Servette 4:3 (1:0, 1:2, 1:1, 1:0) n.V. 7628 Zuschauer. - SR Vinnerborg/Wiegand, Borga/Kaderli. Tore: 7. Kostner (Bertaggia) 1:0. 24. Antonietti (Traber, Slater) 1:1. 30. Romy 1:2. 32. Pettersson (Klasen) 2:2. 41. (40:13) Rod (Slater, Traber) 2:3. 43. Brunner (Hofmann) 3:3. 74. Furrer 4:3 (Penalty). Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lugano, 8mal 2 plus 10 Minuten (Fransson) gegen Genève-Servette. PostFinance-Topskorer: Klasen; Romy. Lugano: Merzlikins; Kienzle, Hirschi; Chiesa, Furrer; Ulmer, Vauclair; Kparghai; Walker, Sannitz, Lapierre; Pettersson, Martensson, Klasen; Brunner, Hofmann, Bertaggia; Kostner, Dal Pian, Reuille, Fazzini. Genève-Servette: Mayer; Antonietti, Mercier; Bezina, Loeffel; Vukovic, Fransson; Iglesias; Traber, Slater, Rod; Simek, Lombardi, Pedretti; Riat, Romy, Pyatt; Jacquemet, Kast, Rubin; Douay. Bemerkungen: Lugano ohne Stapleton (überzähliger Ausländer), Steinmann und Morini. Genève-Servette ohne Bays, Wick, D'Agostini und Almond (alle verletzt). - Pfostenschüsse: 35. Lombardi, 62. Bertaggia. - Timeouts: Lugano (71.); Genève-Servette (73.).

Biel - SCL Tigers 1:3 (0:1, 1:1, 0:1) 6319 Zuschauer. - SR Kurmann/Massy, Kovacs/Tscherrig. Tore: 4. Albrecht (Kevin Clark, Nüssli) 0:1. 25. Tschantré (Earl, Moss/Ausshluss Yves Müller) 1:1. 32. Nüssli (Hecquefeuille) 1:2. 60. (59:53) Sven Lindemann (Hecquefeuille) 1:3 (ins leere Tor). Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Biel, 8mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. PostFinance-Topskorer: Gaetan Haas; DiDomenico. Biel: Meili; Maurer, Jelovac; Dave Sutter, Huguenin; Dufner, Nicholas Steiner; Fröhlicher, Wellinger; Herburger, Earl, Julian Schmutz; Moss, Gaëtan Haas, Fabian Lüthi; Tschantré, Olausson, Rossi; Dostoinov, Dünner, Joggi. SCL Tigers: Ciaccio; Stettler, Koistinen; Hecquefeuille, Ronchetti; Zryd, Adrian Gerber; Yves Müller; Sandro Moggi, DiDomenico, Tobias Bucher; Kevin Clark, Albrecht, Nüssli; Wyss, Schirjajew, Nils Berger; Sven Lindemann, Lukas Haas, Kim Lindemann; Claudio Moggi. Bemerkungen: Biel ohne Spylo (krank), Fey, Ehrensperger, Macenauer und Rytz, SCL Tigers ohne Deny Bärtschi, Anton Gustafsson, Jordy Murray und Kyle Wilson (alle verletzt)., Gossweiler, Currit, Sterchi, Haberstich, Wyss, Tom Gerber und Weisskopf (alle überzählig). Timeouts: Biel (58.); SCL Tigers (53.).

SDA/jul

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