Zum Hauptinhalt springen

Schweiz besiegt die Söldner

Dem Schweizer Nationalteam ist der Auftakt zum dritten Länderspiel-Zusammenzug der Saison geglückt. Im Test gegen die Auswahl von NLA-Söldnern setzte es sich in Bern 3:2 nach Penaltyschiessen durch.

Mit einem schnellen Antritt zum Erfolg: Ryan Gardner (links) zieht an Peter Ratchuk vorbei.
Mit einem schnellen Antritt zum Erfolg: Ryan Gardner (links) zieht an Peter Ratchuk vorbei.
Keystone

Nach torlosen 50 Minuten wurden die Zuschauer in der Schlussphase doch noch entschädigt. Nach dem Führungstreffer für die NLA Selection durch Jaroslav Bednar (Davos) drehten die Schweizer die Partie innerhalb von gut drei Minuten. Mit Captain Mathias Seger (51.) und Lokalmatador Martin Plüss (54.), der vor der Partie für sein 200. Länderspiel (an der letzten WM) ausgezeichnet wurde, erzielten zwei der erfahrensten Akteure in der routinierten Schweizer Auswahl die Tore. Jonathan Sim traf zweieinhalb Minuten vor dem zum 2:2. Im anschliessenden Penaltyschiessen waren die Schweizer treffsicherer. Brunner, Rüthemann und Sprunger trafen für das Team von Trainer Sean Simpson.

Obwohl letztlich neun Spieler der NLA Selection aus mehr oder weniger fadenscheinigen Gründen absagten, nahm die Söldnerauswahl entgegen zahlreicher Befürchtungen die Partie durchaus ernst. Die beiden Teams lieferten sich zwar kein Spektakel, bemühten sich aber durchaus. Die Affiche war am ehesten mit einer Spengler-Cup-Partie zu vergleichen: spielerisch flüssig, aber wenig körperbetont. Was lange Zeit fehlte, um die 6639 Zuschauer in der halbleeren PostFinance-Arena zu erwärmen, waren Tore.

Nur selten Torgefahr

Im ersten Drittel gab es vor den beiden Toren nur selten Torgefahr. Die beste Chance für die NLA Selection besass der Davoser Jaroslav Bednar, der kurz vor der ersten Pause Tobias Stephan wunderschön umspielte, den Puck aber nicht ins offene Tor spedieren konnte. Nach dem verhaltenen Beginn traten die Akteure ab dem zweiten Abschnitt zwar engagierter auf, Tore wollten vorerst aber trotzdem keine fallen. Die Schweizer verpassten den Führungstreffer vor allem im Powerplay. Total 186 Sekunden konnten sie im zweiten und dritten Drittel gar in doppelter Überzahl antreten. Erst Bednar löste elf Minuten vor dem Ende den Knoten.

Insgesamt liess das Team von Sean Simpson die letzte Konsequenz vermissen. Erkenntnisse dürfte Nationaltrainer Sean Simpson nur wenig daraus ziehen. Für die Partien am Wochenende in Bratislava jedenfalls müssen sich die Schweizer steigern, wenn sie am Slovakia Cup ein ernsthaftes Wort um den Turniersieg mitreden wollen.

Halle in Bern war zu gross

Trotz der löblichen Idee des Verbandes und der letztlich durchaus gehaltvollen Begegnung, richtige Begeisterung kam bei den Zuschauern nicht auf. Es wäre wohl gescheiter gewesen, die Partie in einer kleineren Halle auszutragen. Die Zuschauer, von denen zahlreiche wegen einer Sponsorenaktion Gratiseintritt genossen, wirkten in der grossen Arena etwas gar verloren.

Nach der Exhibition von Bern reist das Schweizer Nationalteam nach Bratislava weiter, wo es am Freitag im Halbfinal des Slovakia Cups auf Weissrussland trifft. Am Samstag wartet im Final oder im Spiel um Rang 3 entweder der Gastgeber oder Deutschland.

si/pbe

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch