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Ein Minisieg gegen bescheidene Franzosen

Beim Vierländerturnier in Biel setzt sich das Schweizer Eishockey-Nationalteam gegen Frankreich mit 1:0 durch. Der Erfolg hätte höher ausfallen müssen.

Grosser Einsatz: Der Schweizer Vincent Praplan hechtet nach dem Puck. (16. Dezember 2016)
Grosser Einsatz: Der Schweizer Vincent Praplan hechtet nach dem Puck. (16. Dezember 2016)
Anthony Anex, Keystone
Der dynamische Gaëtan Haas ist auf dem Weg zum...
Der dynamische Gaëtan Haas ist auf dem Weg zum...
Anthony Anex, Keystone
Zugs Reto Suri drückt ab und verfehlt das Ziel. Nur ein Treffer in 60 Minuten, obwohl die Schweizer den Gegner klar im Griff haben – die mangelnde Chancenauswertung bleibt einer der grössten Probleme der Landesauswahl.
Zugs Reto Suri drückt ab und verfehlt das Ziel. Nur ein Treffer in 60 Minuten, obwohl die Schweizer den Gegner klar im Griff haben – die mangelnde Chancenauswertung bleibt einer der grössten Probleme der Landesauswahl.
Anthony Anex, Keystone
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Das einzige Tor in der Bieler Tissot-Arena erzielte Lokalmatador Gaëtan Haas. Nun wartet am Samstag im Final um 20.15 Uhr Weissrussland.

«Positive Resultate» wolle man erreichen, hatte Nationaltrainer Patrick Fischer vor dem Turnier gefordert. Dies zumindest ist den Schweizern gelungen, nachdem sie am Deutschland-Cup im November sieglos geblieben waren. Fischers Auswahl trat allerdings im ersten von zwei Länderspielen alles andere als überzeugend auf – auch wenn die Schweizer ohne Gegentor blieben und ihren Gegner mehrheitlich im Griff hatten.

Eigentlich ein guter Beginn

Begonnen hatte die Partie gut. Mit einem schön herausgespielten Tor gingen die Schweizer bereits nach gut sieben Minuten in Führung. Raphael Diaz lancierte Haas, der den französischen Goalie Cristobal Huet mit einem Schuss zwischen den Schonern erwischte. Mehr als dieser eine Treffer wollte den Schweizern allerdings nicht gelingen.

In der 47. Minute erlebten die nur 2700 erschienenen Zuschauer einen Schreckmoment. Haas, der (noch) für den EHC Biel spielt, wurde von Olivier Dame Malka mit einem Kniestich gestoppt und blieb einen Moment lang liegen. Während der Schweizer Center glücklicherweise weiterspielen konnte, war die Partie für den französischen Verteidiger zu Ende. Er wurde mit einem Restausschluss belegt.

Starker Huet

Die Schweizer agierten zwar wie erwartet spielerisch überlegen, in Tore ummünzen vermochten sie dies aber nicht. Immer wieder scheiterten sie an Lausannes Goalie Huet, der des öfteren im Mittelpunkt stand.

Vor allem im zweiten Drittel sündigten die Schweizer. Morris Trachsler (26.), Haas (27.) und in Unterzahl das Duo Etienne Froidevaux/Diaz (35.) vergaben die besten Chancen. Auch in Überzahl wollte den Schweizern einmal mehr wenig gelingen. Selbst bei der Fünfminutenstrafe gegen Dame Malka im letzten Drittel brachten sie kaum einen gefährlichen Abschluss zu Stande.

Defensiv überzeugend

Und so drohte den Schweizern bis am Schluss eine unangenehme Überraschung. Allerdings blieben die Schweizer defensiv fehlerlos, Torhüter Leonardo Genoni musste kaum einmal eingreifen. Der Profi des SC Bern feierte bei seiner Rückkehr den fünften Shutout im Trikot des Nationalteams. Letztmals für die Schweiz hatte Genoni an der WM 2015 in Prag gespielt.

Gar noch 15 Monate länger ist es her, seit Jonas Hiller das Schweizer Tor an den Olympischen Spielen in Sotschi zum letzten Mal gehütet hatte. Hiller wird am Samstag seine Chance erhalten, wenn die Schweiz gegen Weissrussland um den Turniersieg spielt. Die Weissrussen hatten im anderen Halbfinal die Slowakei gleich mit 7:1 besiegt.

Schweiz - Frankreich 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) Biel. – 2709 Zuschauer. - SR Lemelin/Vinnerborg (CAN/SWE), Fluri/Stuber (SUI). - Tor: 8. Haas (Diaz) 1:0. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen die Schweiz, 2mal 2 plus 5 Minuten (Dame Malka) plus Spieldauer (Dame Malka) gegen Frankreich. Schweiz: Genoni; Diaz, Furrer; Untersander, Blum; Helbling, Geering; Marti, Rathgeb; Praplan, Haas, Hollenstein; Bodenmann, Almond, Moser; Baltisberger, Trachsler, Bieber; Sciaroni, Froidevaux, Suri. Frankreich: Huet; Hecquefeuille, Dame Malka; Trabichet, Chakiachvili; Moisand, Raux; Dusseau, Dorey; Yorick Treille, Meunier, Perret; Lamperier, Lacroix, Sacha Treille; Arrossamena, Bouvet, Beron; Kara, Terrier, Berthon. Bemerkungen: Schweiz ohne Herzog (überzählig) und Hiller (Ersatztorhüter). Pfostenschuss Hollenstein (31.). Timeout Frankreich (58:10). Frankreich von 58:10 bis 59:20 und ab 59:40 ohne Torhüter. - Schüsse: Schweiz 29 (14-5-10); Frankreich 18 (7-5-6). - Powerplay-Ausbeute: Schweiz 3/0; Frankreich 3/0.

SDA/fal

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