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SCL informiert erst nach der Ligaqualifikation

Ab Donnerstag spielt Langenthal gegen Ambri-Piotta um Auf- und Abstieg. In der NLA müsste das Budget verdoppelt werden.

Da ist das Ding: Langenthals Stefan Tschannen bekommt den NLB Meisterkübel überreicht und...
Da ist das Ding: Langenthals Stefan Tschannen bekommt den NLB Meisterkübel überreicht und...
Marcel Bieri, Keystone
... stemmt ihn in die Höhe.
... stemmt ihn in die Höhe.
Marcel Bieri, Keystone
Spiel gedreht: Jeffrey Flüglister jubelt über das 2:1 für Langenthal.
Spiel gedreht: Jeffrey Flüglister jubelt über das 2:1 für Langenthal.
Marcel Bieri, Keystone
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Der SC Langenthal hat den zweiten NLB-Meistertitel errungen. Auf die Siegesparty folgt ab Donnerstag die Ligaqualifikation gegen Ambri-Piotta und damit die Frage, ob die Oberaargauer in die NLA aufsteigen wollen und können. Die minimalen Anforderungen für NLA-Spiele in der Schorenhalle könnte der SCL für die nächste Saison erfüllen.

Deutlich angehoben werden müsste das Budget. Heute beträgt es 4 Mil­lionen Franken, für die oberste Spielklasse müsste es auf 8 Millionen Franken erhöht werden. Diesen zusätzlichen Mittelbedarf könnte der SC Langenthal nicht aus eigener Kraft aufbringen. Der ab nächster Saison gültige TV-Vertrag würde gegenüber heute eine Million Franken mehr abwerfen.

Eine weitere Million Franken könnte durch höhere Einnahmen aus Zuschauereintritten und Sponsoring erwirtschaftet werden. Für den Rest ist der SCL auf die Hilfe seiner Kernaktionäre angewiesen. Dabei handelt es sich um etwa vierzig Privatper­sonen und Firmen, die meisten aus der Region Oberaargau. «Es werden nicht alle Mittel zur Verfügung stellen», ist sich SCL-Geschäftsführer Gian Kämpf bewusst. «Wichtig aber ist, dass ein allfälliges NLA-Engagement breit abgestützt ist.»

Neues Reglement

Besprechungen mit den Kern­aktionären haben bereits stattgefunden. Ein definitiver Entscheid aber, ob Langenthal nach einem Triumph in der Ligaqualifikation aufsteigen würde, ist noch nicht gefällt. Muss auch noch nicht gefällt sein. Gemäss dem aktuell gültigen Reglement muss der SCL erst um Mitternacht nach der letzten Partie der Ligaquali­fikation mitteilen, ob er den Weg in die NLA antreten würde.

Dies ist eine wesentliche Veränderung. Bei einem Verzicht würde Langenthal in der NLB, Ambri-Piotta in der NLA verbleiben. Somit hat der SCL die Möglichkeit, erst zu orientieren, wenn die Best-of-7-Serie gewonnen ist.

Richtung sei da

«Ich verstehe, dass dieses Vor­gehen die Fans zuerst irritieren kann» , sagt der SCL-Geschäftsführer. «Sie wollen eine klare Aussage haben.» Die Richtung sei jedoch da, so Kämpf. «Nach dem ersten NLB-Meistertitel 2012 mussten wir uns erstmals Gedanken über einen Aufstieg machen», sagt er rückblickend. «Damals wären wir für die NLA nicht bereit gewesen. Seither haben wir uns stark entwickelt.»

Der SCL wäre in der obersten Liga in der unteren Tabellenhälfte angesiedelt. «Sollten wir irgendwann wieder absteigen, wäre dies kein Beinbruch», sagt Kämpf. «Wichtig ist, dass ein Aufstieg nicht zu finanziellen Problemen führt. Der Klub darf dadurch nicht in Konkurs gehen.»

Wenn der SC Langenthal die Chance NLA packt, soll schliesslich kein Schaden angerichtet werden.

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