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SCL Tigers: Wieder nichts

Die Langnauer verlieren in Lausanne 2:3. Es ist die fünfte Niederlage im fünften Spiel gegen die Waadtländer in dieser Saison.

Lausannes Yannick Herren trifft zum 2:0. Langnaus Verteidiger Dan Weisskopf (rechts) kann nur noch zuschauen.
Lausannes Yannick Herren trifft zum 2:0. Langnaus Verteidiger Dan Weisskopf (rechts) kann nur noch zuschauen.
Keystone
Lausannes Sven Ryser (Mitte) sowie Martin Stettler (links) und Damiano Ciaccio (im Tor) schauen dem Puck nach, wie er zum 1:0 ins Netz fliegt. Schütze war Dustin Jeffrey.
Lausannes Sven Ryser (Mitte) sowie Martin Stettler (links) und Damiano Ciaccio (im Tor) schauen dem Puck nach, wie er zum 1:0 ins Netz fliegt. Schütze war Dustin Jeffrey.
Keystone
Damiano Ciaccio pariert einen Schuss des Gegners auf sein Gehäuse.
Damiano Ciaccio pariert einen Schuss des Gegners auf sein Gehäuse.
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Es ist der berüchtigte Fehler zu viel. 45 Minuten sind gespielt, als Miro Zryd hinter dem eigenen Tor die Scheibe verliert, Nicklas Danielsson rasch reagiert und den völlig freistehenden Dustin Jeffrey bedient – 3:2 für Lausanne. «Beim Stand von 2:2 musst du vorsichtiger spielen», meinte Yannick-Lennart Albrecht. Dennoch wollte der Stürmer den schwarzen Peter nicht seinem Teamkollegen zuschieben, «es war ein Fehler, aber wir hatten dann noch zwei, drei gute Möglichkeiten, doch diese nicht genutzt.»

Der Auftakt ins neue Jahr ist den SCL Tigers also missglückt. Wobei das Gastspiel für sie eine denkbar schwierige Aufgabe darstellte, weil ihnen Lausanne überhaupt nicht liegt. In vier Ligapartien und im Cup-Viertelfinal standen sich Emmentaler und Waadtländer nun gegenüber – jedes Mal zogen Erstere den Kürzeren. «Es ist keine Überraschung steht Lausanne soweit oben in der Tabelle. Es ist für alle ein unangenehmer Gegner», hielt Alexei Dostoinow fest.

Gewiss betreibt der LHC seit dem Wechsel von Heinz Ehlers – der nun an der Tigers-Bande steht – zu Dan Ratushny ein aggressives Forechecking, setzt den Gegner früh unter Druck. «Allerdings hatten wir uns darauf eingestellt, übten im Training, die Scheibe schnell laufen zu lassen, weil man gegen sie keine Zeit hat», erklärte Albrecht. Fairerweise muss festgehalten werden: Phasenweise gelang dies recht gut – vorab in der zweiten Spielhälfte.

Doppelschlag ohne Wirkung

Doch zu Beginn hatten sich die SCL Tigers schwer getan. Lausanne begann furios, drängte in den Startminuten vehement auf den Führungstreffer – und wurde dafür belohnt. Nach knapp sechs Minuten war Damiano Ciaccio geschlagen, Lausanne-Topskorer Jeffrey traf in Überzahl. Noch vor der ersten Pause erhöhten die Gastgeber – wieder im Powerplay – Yannick Herren reagierte nach einem Abpraller Ciaccios schneller als die Langnauer Verteidiger. Und die SCL Tigers? Sie blieben offensiv harmlos. Einzige Ausnahme: In Überzahl traf Claudio Moggi die Latte.

Bis zur 31. Minute ging das so weiter; Lausanne drückte, die SCL Tigers versuchten dagegen zu halten. Doch plötzlich stand es 1:2. Dostoinow hatte den Puck vehement unter den Schonern von LHC-Keeper Cristobal Huet hindurchgestochert. Nun war Langnau am Drücker, und konnte bald wieder jubeln. Raphael Kuonen bediente in einer 2-gegen-1-Situation Dan Weisskopf, welcher den Ausgleich erzielte.

«Kommst du hier nach einem 0:2 zurück, ist das eigentlich eine gute Leistung», sagte Albrecht. Derweil meinte Dostoinow: «Am Anfang waren wir einfach zu passiv. Und dann unterliefen uns zu viele Fehler und wir verwerteten unsere Chancen nicht.» 15 Partien stehen den SCL Tigers bis zum Qualifikationsende noch bevor. Die Differenz auf einen Playoffplatz beträgt lediglich fünf Zähler, weshalb Albrecht betonte, «dass wir sicher nicht schlechter dastehen als vor einem Jahr». Damals waren die Langnauer zwar mit zwei Siegen nach Verlängerung über Gottéron gestartet, lagen aber zu diesem Zeitpunkt 14 Punkte hinter Rang 8.

Nun wartet auf die Equipe von Heinz Ehlers indes ein veritabler Prüfstein; am Samstag gastiert der SCB in der Ilfishalle, tags darauf reisen die SCL Tigers nach Zürich. Doch es gibt zwei gute Nachrichten: Gegen beide Teams haben die Emmentaler schon gepunktet. Und: Auf Lausanne treffen sie in der Qualifikation nicht mehr.

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