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SCL Tigers: Zwischen Ernüchterung und Erlösung

Die SCL Tigers bezwingen den HC Lausanne zum Auftakt der Platzierungsrunde 5:4. Allerdings benötigte es dafür ein Donnerwetter von Coach Heinz Ehlers.

Alexei Dostoinow war einer der auffälligsten Langnauer.
Alexei Dostoinow war einer der auffälligsten Langnauer.
Keystone

Zwei ältere Herren stehen vor dem Eingang der Ilfishalle. Der eine fragt: «Wie geits dir?» ­Worauf der andere antwortet: «Guet, aber i hätt se haut gärn im Playoff gseh.» Diese kurze Unterhaltung bringt die Stimmung am Samstagabend in Langnau ziemlich genau auf den Punkt. 5127 Zuschauer erscheinen zur Auftaktpartie der Platzierungsrunde gegen Lausanne, die Ambiance ist wenig prickelnd.

Dafür schlug das Verpassen des Playoff auf der Zielgeraden im Emmental zu sehr aufs Gemüt. «Dass wir uns das haben entgehen lassen, war schon sehr enttäuschend», hält Alexei Dostoinow fest.Gegen Lausanne ist der Stürmer beim 5:4-Sieg mit einem Treffer und zwei Assists einer der auffälligsten Langnauer. «Es geht für uns weiter», meint Dostoinow, «wir wollen das Ganze schliesslich nicht unnötig herauszögern.»

Ligaerhalt vor Augen

Nun, so entschlossen Dostoinow tönt, so unentschlossen begannen die SCL Tigers die Partie. In den ersten 10 Minuten jedenfalls demonstrierte Jonas Junland, weshalb Lausanne in der Qualifikation 14 Powerplaytreffer mehr erzielt hatte als die Langnauer. Zweimal traf der schwedische Verteidiger; zuerst in doppelter Überzahl und danach unmittelbar nach Ablauf eines Powerplay.

«Wir waren nicht bereit, zu kämpfen, nicht mit der richtigen Einstellung am Werk.»

Heinz Ehlers

Die SCL Tigers taten sich derweil äusserst schwer. Zwar glichen sie das Skore noch im Startdrittel und durch einen Doppelschlag von Mikael Johansson und Anton Gustafsson aus. Doch nur 15 Sekunden nach dem 2:2 traf Dustin Jeffrey zur neuerlichen Waadtländer Führung. Das wiederum führte zu einem Donnerwetter in der Garderobe. «Wir waren nicht bereit, zu kämpfen, nicht mit der richtigen Einstellung am Werk, und das habe ich den Spielern gesagt», hält Heinz Ehlers fest.

Der Langnauer Coach wurde danach immerhin ein wenig besänftigt, seine Mannschaft legte nun einen Zacken zu. Gleichwohl wurden seine Nerven bis in die Schlussminute strapaziert, ehe Aaron Gagnon zum entscheidenden 5:4 traf. «Das ist ein wirklich wichtiger Sieg für uns», sagt Ehlers.

Morgen reisen die SCL Tigers nach Kloten. Womöglich dürfte dannzumal Ivars Punnenovs wieder im Aufgebot stehen; der Keeper hat sich letzte Woche im Training leicht verletzt, weshalb am Samstag Damiano Ciaccio zum Einsatz kam. Im Idealfall kann Langnau bereits in Kloten den Ligaerhalt sicherstellen. Dazu muss es nach 60 Minuten gewinnen – und darauf hoffen, dass Ambri-Piotta in Lausanne in der regulären Spielzeit verliert.

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