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SCL verliert Spiel und Tschannen

Dem SC Langenthal ist der Playoff-Auftakt missglückt. Die favorisierten Oberaargauer verloren das erste Viertelfinalspiel gegen Visp 2:5. Captain Stefan Tschannen droht vielleicht gar das Saisonende.

Leroy Ryser
Enttäuschung beim SC Langenthal: So hat man sich den Start in die entscheidende Saisonphase nicht vorgestellt.
Enttäuschung beim SC Langenthal: So hat man sich den Start in die entscheidende Saisonphase nicht vorgestellt.
Keystone

Eine frühe Szene beeinflusste am Sonntagabend die erste Viertelfinalpartie zwischen dem SC Langenthal und dem EHC Visp massgeblich. Nach 1:50 Minuten griff die erste SCL-Linie an, Stefan Tschannen kam auf der linken Seite an die Scheibe und wurde dann jäh gestoppt. Jens Nater liess sein Knie absichtlich auf jenes von Tschannen aufprallen. Der SCL-Captain fiel und blieb liegen. Die Referees liessen die Begegnung unverständlicherweise laufen. Während Tschannen sich im Schneckentempo der eigenen Auswechselbank näherte, griff Visp gegen vier Langenthaler an – und erzielte das 1:0.

Verständlicherweise zum Ärger der Fans, die in der 3. Minute sehen mussten, wie ihr Captain beim nächsten Unterbruch das Eis verletzungsbedingt in Richtung Kabine verliess. Auch wenn der SCL noch nichts kommuniziert hat, war bei Tschannens Gesichtseindruck beinahe klar, dass der beste Schweizer der Liga in dieser Saison womöglich nicht mehr aufs Eis zurückkehren wird.

Früher Torhüterwechsel

Der Ausfall des Captains und das bittere Gegentor lähmte die Oberaargauer – auch wenn Philipp Rytz und Dario Kummer nach der Partie dies verneinten. Nichts sollte mehr wie geplant laufen, Visp hingegen nutzte die wenigen Chancen brutal aus. In der 11. Minute traf Portmann zum 2:0, in der 12. Minute griff auch noch Marco Mathis beim harm­losen Schuss von Dario Burgener krass daneben. Per Hånberg musste deshalb beim Stand von 0:3 sein Time-out nehmen und den Torhüterwechsel zu Yannik Wildhaber vornehmen. «Fehler, die wir sonst nicht gemacht haben, haben uns eher verunsichert», kommentierte Verteidiger Rytz die Startphase. Sowieso sei aber klar, sagte Stürmer Kummer, dass ein solcher Start nicht passieren darf.

Immerhin wirkte das Time-out. Langenthal spielte nun aggressiver und war prompt gefährlicher. Nach einem sehr aggressiven Auftritt der ersten Linie ging Jeff Campbell vergessen, wovon der Kanadier profitierte und auf 1:3 verkürzte. In der 31. Minute provozierte Rytz mit einem Weitschuss einen Abpraller, den Dario Kummer zum 2:3 verwertete. Zwischenzeitlich dominierte Langenthal und war dem Ausgleich nahe.

Erneut wurden die Gastgeber aber jäh ausgebremst. Die erste von zwei doppelten Überzahlphasen nutzten die Visper prompt und stellten damit eine weiterhin herausragende Chancenverwertung unter Beweis. Die Angriffsbemühungen der Langenthaler waren danach meist nicht mehr flüssig, hin und wieder fehlte auch die Aggressivität.

Und trotzdem: In der 52. Minute vergab Giacomo Dal Pian vor dem leeren Tor (!), und auch Hans Pienitz scheiterte am vermeintlich bezwungenen Keeper Reto Lory. Visp konnte danach kurz vor Schluss den Puck im verlassenen Tor unterbringen und das entscheidende 5:2 feiern. Trotz der deutlichen Niederlage war der SCL derweil nicht etwa chancenlos, Visp aber in der Defensive sehr stabil und unnachgiebig. «Wir wissen, dass das nicht wir waren», sagte Dario Kummer nach dem Spiel und verspricht für Dienstag daher eine Leistungssteigerung. Die ist zweifellos auch nötig, wollen die Oberaargauer am Dienstag im Wallis bestehen.

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