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Starker Schuss vor den Bug

Die Schweizer Eishockey-Nationalmannschaft hat am Karjala-Cup in Helsinki alle drei Partien verloren. Er sei «riesig enttäuscht», liess Trainer Patrick Fischer verlauten.

Nachdenklich: Patrick Fischer hat nicht viel Gutes gesehen.
Nachdenklich: Patrick Fischer hat nicht viel Gutes gesehen.
Keystone

Anspruch und Realität haben bei den Schweizern Eishockeyanern derzeit relativ wenig gemein. Im Vorfeld des Karjala-Cup war vom Traum eines Olympiamedaillengewinns die Rede, von der ausgezeichneten Chance, welche die Absenz der NHL-Spieler der helvetischen Auswahl im Hinblick auf das Gipfeltreffen in Pyeongchang eröffne.

Nun, nach der Rückkehr aus Helsinki, leuchten die Warnlampen. Das Team von Patrick Fischer blieb sieglos, belegt den sechsten und letzten Rang; als Bereicherung für das Turnier haben sich die Schweizer nicht erwiesen. Dennoch hoffen sie, 2018 erneut mitmachen zu dürfen; der Verband bemüht sich um eine neuerliche Einladung. Der Entscheid soll im Frühling fallen.

Warum für das Ensemble vermehrt Tests auf diesem Niveau wichtig wären, erklärte der ­Nationaltrainer wie folgt: «Nach einer WM wissen alle Spieler, was es braucht, um gegen die Besten zu bestehen. Ein halbes Jahr später ist diese Erinnerung bereits wieder verblasst. In Helsinki wurden wir wachgerüttelt. Jetzt liegt es an uns, bis im Februar die richtigen Schlüsse zu ziehen.»

Nahezu in Bestbesetzung

Schon im Vorjahr war die Schweiz miserabel in die Länderspiel­saison gestartet. Am Deutschland-Cup resultierten Niederlagen gegen Kanada, Deutschland und die Slowakei, dies bei einem Torverhältnis von 3:10 Toren. Danach gewann die Schweiz bis zur WM in Paris 10 von 13 Partien. Wobei der missratene Auftakt in diesem Jahr stärker beunruhigt.

In Finnland spielte die Schweiz mehrheitlich mit jenen Leuten, die im Februar in Südkorea glänzen sollen. Mit Goalie Leonardo Genoni, den Verteidigern Eric Blum und Patrick Geering sowie Stürmer Damien Brunner fehlten nur vier Titulare. Gegen Russland verlor die Schweiz am Samstag erstmals seit fast elf Jahren ein Drittel mit 0:5. Höher hat noch nie eine Schweizer Nationalmannschaft einen Spielabschnitt verloren. Es erstaunt daher nicht, liess Fischer verlauten, er sei «riesig enttäuscht».

Als letztes Planschbecken bleibt Fischer der Spengler Cup. Klubteams aus Riga, Hämeenlinna und Hradec Kralove sind jedoch kaum der ideale Gradmesser. Zudem muss der Coach auf die Bedürfnisse der Klubs Rücksicht nehmen. Andres Ambühl beispielsweise, Captain und eine der zentralen Figuren, spielt am Spengler Cup für den HC Davos.

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