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Stürmernot bei den ZSC Lions

Das Spiel gegen die ruppigen Genfer forderte bei den Zürchern gleich drei Opfer.

Sturzflug: Bärtschi ist einer der wenigen Zürcher Stürmer ohne Beschwerden.
Sturzflug: Bärtschi ist einer der wenigen Zürcher Stürmer ohne Beschwerden.
Keystone

Ronalds Kenins hatte Glück im Unglück. Einer seiner Schaufelzähne ist abgebrochen, sein linkes Auge ist blau und angeschwollen, und an seiner linken Backe prangen einige Kratzer. Der Lette mit Schweizer Lizenz ist hart im Nehmen, aber das wüste Stockfoul des Genfer Stümers Cody Almond hätte auch ins Auge gehen können – nicht nur im übertragenen Sinne. Das Auge erlitt glücklicherweise keinen Schaden, nur ein Zahnarztermin wird für Kenins nötig.

Der Flügel, der nächste Saison in die NHL wechselt, war aber nicht das einzige Zürcher Opfer gegen ein Servette, das sich zu Beginn dieser Saison vor allem mit Attacken jenseits des Erlaubten profiliert. Die ZSC-Stürmer Morris Trachsler (Oberkörper) und Jan Neuenschwander (Adduktoren) fielen im Verlaufe der Partie, die die Lions 2:3 nach Penaltys verloren, verletzt aus. Das stellt die Lions schon früh vor Personalprobleme: Bei Robert Nilsson (Gehirnerschütterung) ist ein Comeback noch nicht absehbar, nur elf Stürmer stehen Marc Crawford jetzt noch zur Verfügung. Um am Sonntag im Derby wenigstens vier komplette Sturmreihen zu haben, wird er von den GCK Lions Captain Raeto Raffainer oder den jungen Sven Senteler zum ZSC berufen müssen.

Derweil beobachtet Sportchef Edgar Salis den Ausländermarkt in Nordamerika, wo am Dienstag die NHL-Saison beginnt. Weil die Salärobergrenze pro NHL-Team um rund sechs Millionen Dollar gesenkt wurde (von 70,2 auf 64,3 Millionen $), kämpfen dort auch prominente Cracks noch um einen Vertrag. Und nicht alle werden einen erhalten. Anfang nächster Woche dürfte in dieser Hinsicht Klarheit herrschen – und sich die Zürcher Suche nach einem Ersatz für den verletzten Kanadier Steve McCarthy konkretisieren. Klar ist: Die ZSC Lions brauchen genügend Personal, denn ihnen steht ein gedrängter Oktober mit nicht weniger als 13 Spielen (!) bevor.

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