Suter in letzter Sekunde – die Schweiz gewinnt wilden Klassiker

Am Deutschland-Cup gelingt dem Nationalteam gegen den Gastgeber ein 4:3 nach unterhaltsamem Spiel.

Schlusspunkt eines langen Hin und Hers: Pius Suter trifft für die Schweiz zum 4:3.
Reto Kirchhofer@rek_81

In Krefeld war Zeit für den Klassiker. Deutschland empfing die Schweiz. Beide Nationen treten am Deutschland-Cup mit einer jungen, hungrigen Auswahl an. Der Altersschnitt der Schweizer beträgt 23 Jahre, jener der Deutschen 25. Beide gewannen ihr Auftaktspiel. Beide wollten entsprechend nachlegen – was allerdings nur den Schweizern gelingen sollte: Die Mannschaft von Patrick Fischer siegte 4:3 nach Verlängerung. ZSC-Angreifer Suter traf in letzter Sekunde der Überzeit.

Die Partie wurde zwar nicht überhart geführt. Dennoch drohte sie den Referees nach ein paar unsauberen Aktionen phasenweise zu entgleiten. Auch den Hauptdarstellern fehlte zuweilen die Linie im Spiel. Tiffels brachte das Heimteam in Überzahl in Führung, nachdem das Schweizer Boxplay zu passiv aufgestellt war. Wie im Match gegen die Slowakei steigerten sich die Spieler von Patrick Fischer nach dem Startdrittel. Sie erhöhten das Tempo, brachten den Gegner Mal für Mal aus der Balance. Prassl und Fazzini verpassten beste Möglichkeiten. Schliesslich bugsierte Captain Rod die Scheibe im Powerplay über die Linie.

Wildes letztes Drittel

Im Schlussdrittel wurde offensichtlich, dass Deutschland unter Trainer Söderholm vorne an Kreativität zugelegt und hinten an Stabilität verloren hat. Auch die Gäste trugen ihren Teil zum nunmehr wilden, attraktiven aber selten kontrollierten Geschehen bei. Suter brachte die Schweiz in Führung. Youngster Jäger verpasste den dritten Treffer. Stattdessen drehten die Deutschen die Partie innert dreier Minuten dank Pietta und Fischbuch. Einen Doppelpass von Fuchs und Fazzini später stand es 3:3. Und so fiel die Entscheidung wie im Vorjahr in der Überzeit. Und erneut holten sich die Schweizer den Zusatzpunkt: Rod erkämpfte sich den Puck, Suter reüssierte. Somit kämpfen die Schweizer morgen Sonntag ab 11 Uhr gegen Russland um den Turniersieg.

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