Zum Hauptinhalt springen

Tigers mit Torfestival zum Abschluss

Die SCL Tigers verlieren zum Saisonabschluss in Kloten 4:5 nach Verlängerung. Obwohl es für beide Teams um nichts mehr ging, boten sie den Zuschauern nochmals Spektakel.

Wo ist der Puck: Kloten-Verteidiger Patrick von Gunten erfasst die Situation scheinbar schneller als Maxime Macenauer und Anthony Huguenin.
Wo ist der Puck: Kloten-Verteidiger Patrick von Gunten erfasst die Situation scheinbar schneller als Maxime Macenauer und Anthony Huguenin.
Keystone
Anthony Huguenin stellt sich Luca Homberger in den Weg.
Anthony Huguenin stellt sich Luca Homberger in den Weg.
Keystone
Adrian Wetli wird bedrängt von Philippe Seydoux, keine Gefahr für Tigers-Goalie Damiano Ciaccio.
Adrian Wetli wird bedrängt von Philippe Seydoux, keine Gefahr für Tigers-Goalie Damiano Ciaccio.
Keystone
1 / 3

Was für ein Ende! Es hätte in dieser allerletzten Partie für Kloten und die SCL Tigers gewiss ein emotions- und lustloses Geplänkel geben können. Doch der Konjunktiv verrät es – die beiden Equipen wollten den Zuschauern zum Saisonabschluss nochmals Spektakel bieten.

Und das sah dann so aus: Raphael Kuonen schoss die Langnauer bereits nach zwei Minuten in Front, doch die Gastgeber sorgten bis zur Spielhälfte für eine 3:1-Führung. Und als James Sheppard in der 51. Minute das 4:2 für Kloten erzielte, schien das einer Vorentscheidung gleichzukommen. Doch Philippe Seydoux (58.) und Nils Berger – eine Sekunde vor der Schlusssirene – erzwangen tatsächlich eine Verlängerung. Dort allerdings sorgte dann Sheppard in Überzahl für die definitive Entscheidung.

«Es war einfach cool», meint Pascal Berger. Der Captain verhehlt nicht, dass die Ausgangslage speziell gewesen sei, hatten sich doch Langnauer wie Klotener bereits vor einer Woche den Ligaerhalt gesichert. «Es war wie ein Freundschaftsspiel; ohne viele Checks, dafür konntest du Sachen ausprobieren, die du in einer normalen Meisterschaftspartie nicht machen würdest.»

«Wir können stolz sein»

Somit also ist die Saison 2016/2017 für die SCL Tigers Geschichte. Sie haben 56 Spiele absolviert, 23 davon gewonnen. Die Emmentaler sind im Vergleich zum Vorjahr einen Schritt weitergekommen; im Frühjahr 2016 hatten sie noch die Playout-Serie gegen Biel bestreiten müssen, nun wurde der Ligaerhalt bereits nach drei Spielen in der Zwischenrunde sichergestellt.

«Wir hatten vor der Saison gesagt, dass wir die Playoffs schaffen wollen. Als das nicht klappte, setzten wir uns das Ziel, möglichst schnell fertig zu machen. Wir können stolz sein, haben wir das nun geschafft», hält Berger fest.

Im letzten Frühling hatte sich der Burgdorfer nach dem Gewinn des Meistertitels und zehn Saisons mit dem SCB Richtung Langnau verabschiedet. Es war ein Neuanfang. «Doch ich habe eine Leaderfunktion übernommen, sprang als Captain ein, als sich Martin Stettler verletzte, das zeigt die Wertschätzung des Vereins mir gegenüber und macht mich stolz», hält er fest.

Am Ziel freilich ist Berger noch nicht, der bald 28-Jährige will sich mit den SCL Tigers unbedingt für die Playoffs qualifizieren. Vorerst allerdings steht anderes auf dem Programm. Am Sonntag verabschiedete sich die Mannschaft auf einen Kurztrip, am Dienstag wird sie sich in der Ilfishalle beim offiziellen Tigers-Saisonabschlussfest ein letztes Mal den Fans präsentieren. Und dann? Berger schmunzelt, meint: «Dann geht es an die Sonne.»

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch