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Die Tigers bleiben in der Spur

Die SCL Tigers besiegen Rapperswil-Jona 5:3, wobei Topskorer Chris DiDomenico mit zwei Toren zum Matchwinner avanciert. Mit dem Sieg stossen die Langnauer auf Rang 3 vor.

Die Vorentscheidung: Chris DiDomenico lässt Melvin Nyffeler beim 2:1 keine Chance. Foto: Raphael Moser
Die Vorentscheidung: Chris DiDomenico lässt Melvin Nyffeler beim 2:1 keine Chance. Foto: Raphael Moser

Da ist ein Auto auf einer Strasse zu sehen, und etwas weiter oben hat es zwei Wegweiser. Links: Rapperswil-Jona, Playout. Rechts: Langnau i.E, Playoff. Natürlich hält das in gelb-rot gefärbte Auto rechts. Noch ist es das Wunschdenken des Langnauer Anhangs, das er auf einer Choreografie wiedergab.

Am Dienstagabend aber machten die SCL Tigers wieder einen Schritt Richtung ersehntes Saisonziel. 5:3 besiegten sie Rapperswil-Jona, wobei sie am Ende noch unnötig zittern mussten, weil sie nach der 4:1-Führung gehörig Gas vom Fuss nahmen. «So läuft das manchmal im Eishockey, aber gute Teams finden auch in einer solchen Situation einen Weg zum Sieg», meinte Chris DiDomenico.

«DiDo weist den Weg»

Der Kanadier hatte wesentlichen Anteil am Langnauer Erfolg. Gerade einmal zwei Minuten lief die Partie, als er das Skore eröffnete – wobei Lakers-Goalie Melvin Nyffeler nicht die beste Figur machte, den keineswegs scharfen Schuss auf der Fanghandseite passieren liess. Die SCL Tigers aber kamen nur kurz danach wieder von ihrem Weg ab, weil Anthony Huguenin in Überzahl die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie an Dion Knelsen verlor, dieser auf Tigers-Keeper Damiano Ciaccio ziehen konnte und souverän den Ausgleich markierte.

Immerhin: Die Langnauer liessen sich durch den Dämpfer nicht beirren – im Gegenteil: Unmittelbar nach der ersten Pause fing DiDomenico einen Pass ab, konnte wie Knelsen zuvor alleine auf Nyffeler ziehen und reüssierte auf sehenswerte Art und Weise. Und weil er das selbst auch so gesehen hatte, bejubelte er den Treffer ausgiebig. Nach der Partie sollte sich der Feuerkopf dann wieder staatsmännisch geben, das Team und die gute Arbeit seiner Mitspieler in den Vordergrund rücken – auch das ist «DiDo».

Allem Understatement zum Trotz: Mit seinem Treffer brachte der Topskorer sein Team wieder auf die rechte Spur – denn nur 95 Sekunden später hämmerte Alexei Dostoinow den Puck schnell und hart an die Lattenunterkante. So schnell, dass die Schiedsrichter minutenlang das Video konsultieren mussten, um wirklich sicher zu sein, dass die Scheibe drin war. Und als Pascal Berger in der 29. Minute zum 4:1 traf, schien die Partie entschieden, das Langnauer Auto einem ruhigen Sieg entgegen zu tuckern.

Doch weit gefehlt! Denn auf einmal begann die Kiste zu stottern respektive Langnau zu schwächeln. Und spätestens als die Scheibe via Larri Leegers Schlittschuh zum 3:4 in Tor kullerte, war sie weg, die Langnauer Leichtigkeit. Aber es reichte mit etwas Glück und etwas Willen gerade noch, um die drei Punkte ins Trockene zu fahren.

Zwei Ausfälle

«Wir haben fünf Tore geschossen und gewonnen, das zählt», meinte Heinz Ehlers. Der Däne liess durchblicken, dass ihm nicht alles gefallen hatte. «Aber wir stehen auf Rang 3, haben 30 Punkte mehr als Davos, hätten sie vor der Saison mit diesem Szenario gerechnet?»

Bitter endete der Abend für Stefan Rüegsegger. Der Stürmer prallte nach einem nicht geahndeten Foul in die Bande, fiel mit Verdacht auf eine Hirnerschütterung aus. Damit gehen den Langnauern langsam die Spieler aus, denn auch Anton Gustafsson laboriert seit Samstag an einer Hirnerschütterung.

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