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Überragendes Mitteldrittel

Langenthal hat das dritte Playoff-Viertelfinalspiel gegen Visp 5:2 gewinnen und führt in der Serie 2:1. Nur im Schlussabschnitt entglitt den Oberaargauern kurz die Kontrolle über das Spiel.

Freude beim SC Langenthal: Kim Karlsson, Brent Kelly, Philip Ahlström und Stefan Tschannen (v.l.) jubeln nach einem Treffer.
Freude beim SC Langenthal: Kim Karlsson, Brent Kelly, Philip Ahlström und Stefan Tschannen (v.l.) jubeln nach einem Treffer.
Marcel Bieri

Beinahe hätte sich der SC Langenthal ärgern müssen. Und beinahe hätten sich die Spieler hinterfragt, wieso sie nicht auf den Weckruf ihres Trainers gehört hätten. Per Hånberg nahm in der 47. Minute nämlich sein Time-out, als er bemerkt hatte, dass seine Equipe nicht mehr mit voller Konzentration bei der Arbeit war. Vorerst half dies aber nicht. Noch in der 51. Minute folgte ein weiterer Treffer, der das 2:4 aus Visper Sicht markierte. Drohte nun, nach einem lange Zeit sehr soliden Auftritt, sogar der Ausgleich? Zuvor hatte nichts darauf hingedeutet. Der SCL hatte trotz einem harzigen Start fast von Beginn weg alles im Griff und geriet letztlich auch nicht mehr in Bedrängnis. Die Gastgeber gewannen 5:2 und führen in der Best-of-7-Serie 2:1.

Unzufrieden

Noch im ersten Drittel war die Ausbeute mager. Wäre da nicht Kim Karlsson gewesen, der sich mit einem feinen Händchen in Position dribbelte und das 1:0 erzielte, wäre die Partie womöglich bis zuletzt weniger eindeutig gewesen. «Es waren ein paar glückliche Scheibensprünge», kommentierte Karlsson seine technischen Fertigkeiten später lachend. Gerade mit diesem 1:0 im Rücken war der SCL im Mitteldrittel viel besser. «Wir haben viel über das erste Drittel gesprochen in der Pause. Da waren wir nicht zufrieden und haben versucht, besser zu spielen», sagte der Schwede weiter.

«Wir haben viel über das erste Drittel gesprochen in der Pause.»

Kim Karlsson

Dies gelang. Schon in der 22. Minute schoss Karlsson das zweite SCL-Tor. Überraschend war daher nur der Torschütze an sich, denn Sekunden zuvor brachte Stefan Tschannen die Scheibe bereits im Tor unter. Sein Schuss traf unbeobachtet die hintere Querstange und prallte daraufhin Karlsson vor die Füsse, ehe dieser das 2:0 schoss. Damit aber nicht genug. In der 30. Minute erhöhte Mike Völlmin ebenfalls im Powerplay auf 3:0. Dimitri Malgin setzte der SCL-Leistung im zweiten Drittel die Krone auf, als er das 4:0 erzielte.

Hess entscheidet Partie

Dass Langenthal noch ins Wanken kam, hatte wohl höchstens mentale Gründe aufseiten von Gelb-Blau. Silvan Hess gab dann auch zu, dass sich die Oberaargauer wohl zu sicher waren. «Wir haben in der Defensive spekuliert und nicht mehr so einfach wie möglich gespielt», sagte der junge SCL-Stürmer. Ebendieser Hess war es denn auch, der die Partie entschied. Ein krasser Fehlpass von Mark van Guilder führte dazu, dass der 20-Jährige allein aufs Tor ziehen konnte und dort Reto Lory mit einem genauen Schuss keine Chance liess.

Mit einer Leistung wie im Mitteldrittel– über mehr als nur 20 Minuten – können die Oberaargauer auch im morgigen Auswärtsspiel in Visp gewinnen. Das wäre eine Vorentscheidung in der Serie.

Langenthal – Visp 5:2 (1:0, 3:0, 1:2)

2895 Zuschauer. – Tore: 12. Karlsson (Kelly) 1:0. 22. Karlsson (Kelly, Tschannen) 2:0. 30. Völlmin (Kummer/Ausschluss Dolana)3:0. 39. Malgin (Dal Pian, Pienitz/Strafe gegen Visp angezeigt) 4:0. 42. Van Guilder (Kissel, Wiedmer/Ausschlüsse Kelly, Cadonau) 4:1. 51. Ritz (Dolana, Altorfer) 4:2. 55. Hess 5:2. – Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Langenthal; 6-mal 2 plus 10 Minuten (Dolana) gegen Visp.

Langenthal: Mathis; Rytz, Cadonau; Ahlström, Völlmin; Marti, Pienitz; Colin Gerber; Tschannen, Karlsson, Kelly; Füglister, Dünner, Kummer; Tom Gerber, Dal Pian, Leblanc; Schommer, Malgin, Rüegsegger; Hess.

Bemerkungen: Langenthal ohne Campbell (rekonvaleszent), Pivron, Trüssel (überzählig) und Christen (Junioren). 32. Ahlström scheidet verletzt aus (von Puck am Kopf getroffen).

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