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Wenn Verlieren menschlich ist

Der SC Langenthal unterliegt in der Playoff-Hauptprobe dem wahrscheinlichen ViertelfinalgegnerHockey Thurgau mit 0:2.

Das ent­scheidende Tor: Adrian Brunner, Bruder von Luganos Damien Brunner, trifft für Thurgau zum 1:0.
Das ent­scheidende Tor: Adrian Brunner, Bruder von Luganos Damien Brunner, trifft für Thurgau zum 1:0.
Leroy Ryser

Am Sonntagabend während des zweiten Drittels im Spiel zwischen Hockey Thurgau und dem SC Langenthal spielte der Stadion-DJ das Lied «Human». Rag ’n’ Bone Man, der Sänger dieses Charthits, singt darin von menschlichen Fehlern und verlangt, ihn deswegen nicht zu belangen.

Schliesslich sei er auch nur menschlich. In etwa so agierte der SC Langenthal. Nachdem am Freitagabend die Qualifikation mit dem Sieg gegen die GCK Lions entschieden worden und der erste Platz definitiv gesichert war, ging es in Weinfelden rechnerisch um nichts mehr.

«Wenig hat gefehlt, und alles hätte anders ausge­sehen.»

Claudio Cadonau

So war der SC Langenthal «menschlich», liess hin und wieder die Konsequenz vermissen. Claudio Cadonau sagte, es wären genügend Chancen vorhanden gewesen. «Wenig hat gefehlt, und alles hätte anders ausgesehen.»

Thurgau mit mehr Biss

Während die Partie im ersten Drittel auf beiden Seiten von Passivität geprägt war, wurde im zweiten Abschnitt klar: Thurgau braucht die Punkte dringender als der SCL. Die Ostschweizer kamen hartnäckiger, aggressiver und konsequenter aus der Garderobe.

Der SCL, der spielerisch zweifellos gut agierte, bekundete zuerst damit Mühe, reagierte später aber ebenso mit Härte. Schon zu Beginn schossen die Thurgauer gleich mehrfach gefährlich auf das Tor von Marco Mathis. Dieser parierte mehrere Chancen und war deshalb der Grund, dass der SCL nicht innert kurzer Zeit deutlich in Rückstand lag.

Einmal kam aber auch der Stammkeeper zu spät. Nach einem Querpass von Eric Arnold auf Adrian Brunner in Überzahl war Brunner dann derart frei, dass es wohl schwieriger war, die Scheibe am Tor vorbeizuschiessen.

Tumulte nach Check

Ein wüster Check von HCT-Ausländer Mike Vaskivuo sorgte dafür, dass bei Langenthal die Aggressivität zurückkehrte. Der US-Finne checkte Jeffrey Füglister gegen den Kopf und löste den ersten von mehreren Tumulten aus. Die Partie erhielt so neue Intensität.

Noch nicht in Playoff-Form

Nachdem die Langenthaler sich zu Beginn des dritten Abschnittes während 90 Sekunden in doppelter Unterzahl erfolgreich gewehrt hatten, gelang es ihnen, in der Offensive mehr Tempo zu entfachen und Chancen zu kreieren. Es lag aber nicht nur daran, dass beim SCL ein bisschen etwas fehlte, sondern auch daran, dass die Thurgauer defensiv einen ­guten Job verrichteten und es schwierig war, die gegnerische Mauer zu durchbrechen.

Dass die Partie letztlich mit diesem einen Tor entschieden wurde und Thurgau dank einem Treffer zum 2:0 ins leere Tor den Sieg davontrug, war menschlich und auch nicht tragisch für die Oberaargauer. In der nächsten Woche will sich der SCL dann wieder der Playoff-Form nähern, sagte Claudio Cadonau. «Mit Visp und Olten kommen harte Spiele», ist sich der SCL-Verteidiger bewusst. Das sei aber auch gut. So gewöhne man sich schon vor den Playoffs an die dort herrschende Intensität.

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