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«Wie die Mannschaft auftritt, macht mich stolz»

Trotz der Niederlage an der Eishockey-WM gegen Tschechien zeigt sich der Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer hochzufrieden – und freut sich auf Verstärkung.

Enttäuschte Schweizer: Trotz guter Partie steht die Hockey-Nati am Ende ohne Sieg da.
Enttäuschte Schweizer: Trotz guter Partie steht die Hockey-Nati am Ende ohne Sieg da.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Die Entscheidung: Micha Repik trifft im Penaltyschiessen als Einziger.
Die Entscheidung: Micha Repik trifft im Penaltyschiessen als Einziger.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
Doppeltorschütze: Nino Niederreiter kann gleich zweimal jubeln. Im Penaltyschiessen trifft aber auch er nicht.
Doppeltorschütze: Nino Niederreiter kann gleich zweimal jubeln. Im Penaltyschiessen trifft aber auch er nicht.
Salvatore Di Nolfi, Keystone
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4:5 gegen Tschechien: Das war ein wilde Angelegenheit. Wie fällt Ihr Urteil aus?

Patrick Fischer: Mir hat gefallen, wie wir aus der Garderobe gekommen sind. Wir haben das Zepter in die Hände genommen, wollten mutig und offensiv spielen. Auch der Start ins zweite Drittel gelang mit zwei schnellen Toren. Und dann wurde es wild, spektakulär, schwierig für beide Goalies, am Ende des Drittels stand es 4:4. Danach wollten wir defensiv wieder solid spielen, das gelang. Wir haben verloren, aber wir waren sicher nicht das schlechtere Team. Wie die Mannschaft auftritt, das macht mich stolz.

Trotzdem ist es ärgerlich, wurde der Zwei-Tore-Vorsprung so einfach preisgegeben.

Klar tut das weh. Die Einsätze nach erzielten Toren sind extrem wichtig. Leider kassierten wir zu schnell wieder einen Gegentreffer. Aber es heisst nicht umsonst: Eine Zwei-Tore-Führung ist die trügerischste Führung im Eishockey. Logisch müssen wir in solchen Situationen besser verteidigen. Aber wir haben in den letzten acht Spielen nur acht Tore kassiert, also sehr wenig. Heute hat es hinten nicht funktioniert.

Sehr gut funktioniert hat das Powerplay. Zuvor war das eine Problemzone gewesen, nun gelangen gleich drei Tore in Überzahl. Wie bewerten Sie das?

Wir hatten einen schwierigen Start ins Turnier punkto Powerplay. Von fünf Gelegenheiten konnten wir keine nutzen. Aber es ist einfach so: Manchmal gehen sie rein, manchmal nicht. Gegen Tschechien trafen wir einmal mit einer schön herausgespielten Variante. Dazu gab es zwei Stochertore. Ich bin froh. Die Tore tun den Spielern gut, geben Selbstvertrauen.

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Video: Die Schweizer Niederlage gegen Tschechien

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Die Schweiz hat gegen jeden Gegner offensiv und mutig gespielt. Wie wollen Sie morgen gegen das schwächelnde Weissrussland antreten?

Genau so, wie wir das gegen Österreich, die Slowakei und Tschechien auch angestrebt haben: das Heft in die Hand nehmen, nach vorne spielen, hinten stabil sein, unser Tempo nutzen. Der Speed ist unsere Hauptwaffe. Mit unserer Schnelligkeit wollen wir die Weissrussen in Verlegenheit bringen und vor Probleme stellen. Der Gegner ist nicht glücklich über seinen Status. Er hat dreimal verloren, den Trainer gewechselt. Das wird Weissrussland frischen Wind geben. Wir müssen unbedingt bereit sein.

Timo Meier von den San Jose Sharks wird sein Debüt geben. In welcher Linie werden Sie ihn einsetzen?

Sie werden heute sehen, mit wem er spielt. Aber ich bin vor allem megahappy, ist er da. Timo ist hochmotiviert. Er wollte bereits gegen die Tschechen spielen. Ich sagte ihm: Ruh dich aus, verfolge das Spiel von der Tribüne, lerne das System kennen. Timo wird viel Kampfkraft ins Team bringen. Er arbeitet hart in beide Richtungen. Und er kann Tore schiessen.

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