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«Wir haben eine Angstkultur»

Am Mittwoch stimmt die Ligaversammlung darüber ab, ob künftig 6 Ausländer pro Club spielberechtigt sind. SCB-Geschäftsführer Marc Lüthi hat den Vorstoss lanciert, Biels CEO Daniel Villard ist dagegen.

Berns Marc Lüthi (l.) sagt: «In der Slowakei verdient der bestbezahlte Spieler 100'000 Euro. Davon zahlt er Steuern und Versicherungen selber. Er würde in die Schweiz laufen.» Biels Daniel Villard sagt: «Lassen wir zwei Ausländer pro Mannschaft mehr zu, werden gewisse Clubs zwei weitere Topspieler verpflichten. Es wird eine Verschiebung der Machtverhältnisse geben.» Bilder: Nicole Philipp

Berns Marc Lüthi (l.) sagt: «In der Slowakei verdient der bestbezahlte Spieler 100'000 Euro. Davon zahlt er Steuern und Versicherungen selber. Er würde in die Schweiz laufen.» Biels Daniel Villard sagt: «Lassen wir zwei Ausländer pro Mannschaft mehr zu, werden gewisse Clubs zwei weitere Topspieler verpflichten. Es wird eine Verschiebung der Machtverhältnisse geben.» Bilder: Nicole Philipp

Die National League floriert, sie ist attraktiv, die Clubs verzeichnen Rekordzahlen beim Ticketverkauf. Herr Lüthi: Weshalb wollen Sie gerade jetzt die Erfolgsformel bei den Ausländern ändern?
Marc Lüthi: Unlängst wurde im Rahmen der Präsidentenkonferenz ein Auftrag an die Liga erteilt. In einem Wort formuliert: sparen. Die Ligaverantwortlichen haben dreissig Vorschläge aufgelistet. Alle wurden diskutiert: Geht nicht aus gesetzlichen Gründen hier, ist nicht umsetzbar da, ist nicht kontrollierbar dort, geht aus anderen Gründen nicht und, und, und. Einer blieb übrig: die Ausländerregelung. Der SC Bern hat sich zum Ziel gesetzt, dass sich die Verwaltungsräte aller National-League-Clubs einmal ernsthaft mit diesem Thema auseinandersetzen. Du kannst nicht jedes Jahr sagen: Wir müssen sparen. Du musst auch etwas unternehmen. Daniel Villard und ich sind seit Jahrzehnten dabei. Wir haben manchen Sparauftrag durchgekaut – ohne brauchbares Resultat. Nun ist ein Vorschlag auf dem Tisch, er wird diskutiert, am Mittwoch wird demokratisch abgestimmt.

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