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ZSC hat die Nase vorn – Lebenszeichen der Flyers

Die ZSC Lions bezwingen Lausanne 3:1 und gehen in der Viertelfinalserie 2:1 in Führung. Die Kloten Flyers schlagen Davos 2:1 und können im Playoff-Duell auf 1:2 verkürzen.

Zürcher Druck: Lausannes Goalie Cristobal Huet hat im Hallenstadion im dritten Viertelfinal-Duell alle Hände voll zu tun.
Zürcher Druck: Lausannes Goalie Cristobal Huet hat im Hallenstadion im dritten Viertelfinal-Duell alle Hände voll zu tun.
Keystone
Aber nach zehn Minuten muss sich der tüchtige Gäste-Goalie erstmals bezwingen lassen: Ronalds Kenins gelingt beim zweiten Anlauf das 1:0 für den ZSC.
Aber nach zehn Minuten muss sich der tüchtige Gäste-Goalie erstmals bezwingen lassen: Ronalds Kenins gelingt beim zweiten Anlauf das 1:0 für den ZSC.
Keystone
...auch noch eine Boxeinlage zwischen James Vandermeer (o.) und Sciaroni kurz vor Schluss halten das Publikum bei Laune. Diese Serie ist nun richtig lanciert. Und die Davoser müssen in Zukunft auf Andres Ambühl verzichten, der sich eine Hirnerschütterung zuzieht.
...auch noch eine Boxeinlage zwischen James Vandermeer (o.) und Sciaroni kurz vor Schluss halten das Publikum bei Laune. Diese Serie ist nun richtig lanciert. Und die Davoser müssen in Zukunft auf Andres Ambühl verzichten, der sich eine Hirnerschütterung zuzieht.
Keystone
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Während im Kanton Zürich die Partien durchaus spannend verliefen, kam es in der Romandie zu Torreigen. Fribourg setzte sich gegen Ambri mit 5:2 durch und führt nun in der Serie deutlich 3:0; Gottéron fehlt noch ein Sieg zur Halbfinal-Qualifikation. Der HC Lugano kassierte in Genf eine 1:7-Packung und liegt im Best-of-7-Viertelfinal 1:2 zurück. (Spielberichte und Telegramme siehe «Artikel zum Thema»).

Starker Start des Qualifikationssiegers

In der 10. Minute brachte Ronalds Kenins den ZSC vor 10'722 Zuschauern im Hallenstadion erstmals in den diesjährigen Playoffs in Führung. Der lettische Internationale verwertete den von ihm selber provozierten Abpraller, nachdem er nach einem Pass von der eigenen blauen Linie von Patrik Bärtschi alleine auf Cristobal Huet hatte losziehen können. Der zweite Treffer fiel in der 28. Minute: Ryan Keller tunnelte zuerst den Lausanner Verteidiger Jannik Fischer und erwischte dann auch Huet zwischen den Schonern. Nur 78 Sekunden später erhöhte Roman Wick auf 3:0. Für den Topskorer der Lions war es der erste Skorerpunkt in dieser Serie.

Huet wurde in der Folge durch Christophe Bays ersetzt, obwohl es nicht sein Fehler war, dass Lausanne klar im Hintertreffen lag. In der Folge konnten die Gäste mit ihrem ersten Powerplay-Tor in diesem Viertelfinal-Duell noch auf 1:3 (34.) verkürzen – Daniel Bang reüssierte wie bereits in den ersten beiden Begegnungen. Gefährdet war der Sieg des clever agierenden Favoriten aber nicht mehr wirklich, auch weil Lukas Flüeler fast fehlerlos spielte.

Gerbers Ausschluss als Weckruf

Ein Restausschluss von Martin Gerber sorgt bei Kloten ab der 29. Minute beim Stande von 0:0 für den entscheidenden Weckruf. Mit Ersatzgoalie Jonas Müller kommen die Flyers zu einem 2:1 gegen Davos.

Die Flyers pushten sich in einer intensiven und emotionsgeladenen Partie durch das Ausscheiden ihres Nationalkeepers hoch. Kloten überstand zunächst die fünfminütige Unterzahlphase wegen Gerbers Ausraster. Und zwei Minuten vor Ende des Mitteldrittels (38.) kamen die Flyers in Überzahl durch Captain Victor Stancescu beziehungsweise einem Eigentor von HCD-Stürmer Perttu Lindgren zur nicht unverdienten 1:0-Führung. Schliesslich stellte Simon Bodenmann mit dem 2:0 in doppelter Überzahl drei Minuten vor Spielende den Sieg für die Flyers sicher. PostFinance-Topskorerer Marcus Paulsson konnte für die Gäste zehn Sekunden vor Spielende nur noch auf 1:2 verkürzen

Insgesamt realisierte Jonas Müller zehn Paraden für die Flyers, Martin Gerber hatte 19 Schüsse der Bündner abgewehrt. Die Schlüsselszene mit Gerber ereignete sich kurz vor Spielmitte. Martin Gerber wurde in der 29. Minute mit einer Fünfminuten-Strafe plus Spieldauer belegt. Der Keeper der Kloten Flyers verlor die Contenance, als der Davoser Stürmer Gregory Sciaroni nach einem Duell vor dem Klotener Tor eher unbeabsichtigt auf den langjährigen Nationalkeeper aufprallte. Martin Gerber versetzte Sciaroni mit seiner Stockhand ohne Stockbeteiligung einen Schlag ins Gesicht, worauf der Bündner zu Boden ging. Ein Nachschlagen, das man dem in seiner langen Karriere stets so besonnen wirkenden Emmentaler kaum zugetraut hätte.

Ambühls Verletzung

Rekordmeister Davos droht ein längerer Ausfall eines Schlüsselspielers: Andres Ambühl war in der Mitte des ersten Drittels mit dem Hinterkopf in die Bande geprallt, nachdem er sich in einem Zweikampf mit Klotens Jim Vandermeer im Laufduell verkeilt hatte und den Aufprall nicht mehr dämpfen konnte. Ambühl vermochte sich nur taumelnd aufzurichten. Nach dem Startdrittel kehrte Ur-Davoser definitiv nicht mehr aufs Eis zurück. Es scheint wahrscheinlich, dass sich der Nationalstürmer eine Hirnerschütterung zuzog. In diesem Fall hätte der Rekordmeister einen happigen Verlust zu verkraften.

Ligaerhalt für EVZ

Nun ist auch die letzte Entscheidung in der Abstiegsrunde gefallen: Zug setzt sich bei Biel 3:2 durch und sichert sich den Ligaerhalt. Bern bezwang die Rapperswil-Jona Lakers problemlos 5:1.

Weil Zug die ersten beiden Partien in der Abstiegsrunde verloren und Biel gewonnen hatte, lagen die Seeländer vor dem Spiel vom Samstag nur noch zehn Punkte hinter den Zentralschweizern. Deshalb bot sich ihnen in den beiden Direktduellen die Chance, bis auf vier Zähler heranzukommen. Daraus wurde aber nichts, obwohl Biel dank Ramon Untersander (19.), der erst zum zweiten Mal in dieser Saison traf, und Ryan MacMurchy (21.) zweimal in Führung gegangen war. Die Zuger hatten jedoch Reto Suri. Der Olympia-Teilnehmer und WM-Silbermedaillengewinner war die auffälligste Figur auf dem Eisfeld und hatte bei sämtlichen drei Toren der Gäste seinen Stock im Spiel. Das 1:1 (20.) und siegbringende 3:2 (49.) erzielte er selber, zum 2:2 von Corsin Casutt (32.) leistete er die Vorarbeit. In der Qualifikation hatte sich in den Duellen zwischen Biel und Zug jeweils das Heimteam durchgesetzt - auch dort jeweils mit einem Tor Unterschied.

Biel muss damit sicher das Playout gegen Rapperswil-Jona spielen, wobei es den Heimvorteil schon auf sicher hat. Die Lakers waren gegen Bern chancenlos, lagen schon nach etwas mehr als fünf Minuten 0:2 in Rücklage. Das 1:0 für den SCB erzielte Pascal Berger nach 16 Sekunden. Die Berner gewannen zum siebenten Mal in Folge gegen die St. Galler, die zum 13. Mal in den letzten 14 Spielen verloren.

ZSC Lions - Lausanne 3:1 (1:0, 2:1, 0:0) Hallenstadion. - 10'722 Zuschauer. - SR Mandioni/Massy; Mauron/Tscherrig. - Tore: 10. Kenins (Bärtschi) 1:0. 28. (27:20) Keller (Schäppi) 2:0. 29. (28:38) Wick (Cunti, Bergeron) 3:0. 34. Bang (Seydoux, Hytönen/Ausschluss Wick) 3:1. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen die ZSC Lions, 5mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Wick; Hytönen. ZSC Lions: Flüeler; Stoffel, Bergeron; Blindenbacher, Geering; Seger, Schnyder; McCarthy; Nilsson, Cunti, Wick; Keller, Shannon, Schäppi; Bärtschi, Trachsler, Kenins; Fritsche, Senteler, Bastl; Baltisberger. Lausanne: Huet/Bays (ab 29.); Gobbi, Leeger; Jannik Fischer, Lardi; Stalder, Genazzi; Seydoux; Antonietti, Hytönen, Bang; Conz, Genoway, Setzinger; Neuenschwander, Froidevaux, Gailland; Simon Fischer, Savary, Déruns. Bemerkungen: ZSC Lions ohne Tabacek (überzähliger Ausländer). Lausanne ohne Augsburger, Morant, Reist (alle verletzt) und Fleury (überzähliger Ausländer). - Timeout Lausanne (58.). - Lausanne von 57:50 bis 57:54 und ab 58:05 ohne Goalie.

Kloten Flyers - Davos 2:1 (0:0, 1:0, 1:1) Kolping-Arena. - 7624 Zuschauer (ausverkauft). - SR Prugger/Stricker, Espinoza/Kohler. - Tore: 38. Stancescu (Eigentor Lindgren/Ausschluss Sieber) 1:0. 57. Bodenmann (Santala, Bieber/Ausschluss Dino Wieser, Forster) 2:0. 60. (59:50) (Davos ohne Torhüter). - Strafen: 8mal 2 plus 5 Minuten (Martin Gerber) plus Spieldauer (Martin Gerber) gegen Kloten Flyers, 10mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Dino Wieser, Grossmann) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Mueller; Paulsson. Kloten Flyers: Martin Gerber (29. Müller); Von Gunten, DuPont; Schelling, Blum; Vandermeer, Stoop; Frick, Gian-Andrea Randegger; Mueller, Santala, Bieber; Bodenmann, Liniger, Herren; Bühler, Romano Lemm, Stancescu; Hoffmann, Steinmann, Jenni. Davos: Genoni; Schneeberger, Forster; Guerra, Grossmann; Kutlak, Jan von Arx; Back; Ambühl, Corvi, Koistinen; Paulsson, Lindgren, Sciaroni; Dino Wieser, Reto von Arx, Bürgler; Sieber, Samuel Walser, Ryser; Rizzi. Bemerkungen: Kloten ohne Du Bois (verletzt), Hennessy, Aurelio Lemm und Leone (alle überzählig), Davos ohne Aeschlimann, Schommer, Hofmann und Guggisberg (alle verletzt) sowie Taticek (gesperrt) und Paschoud (überzählig). - 21. Ambühl verletzt ausgeschieden. - 59:27 Timeout Davos, von 57:05 bis 57:21 sowie ab 58:05 ohne Torhüter.

si/fal

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