Zwei Neuzugänge beim SCB

Am Mittwoch be­stätigte der SC Bern die Verpflichtung von Adam Almquist (SWE) und Jan Mursak (SLO).

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Reto Kirchhofer@rek_81

Am Samstag waren die Spieler des SC Bern nach dem Aus gegen die ZSC Lions am Boden. Heute heben sie wieder ab – mit dem Flugzeug nach London. Die Teamreise steht an.

Nach der Rückkehr werden Torhüter Leonardo Genoni, Verteidiger Ramon Untersander sowie die Stürmer Simon Bodenmann, Gaëtan Haas, Simon Moser, Tristan Scherwey und Thomas Rüfenacht für die Vorbereitung auf die WM zur Nationalmannschaft stossen.

Die Selektion ist be­gleitet von Fragezeichen: Einige Berner sind angeschlagen. Ob Thomas Rüfenacht dem Aufgebot pünktlich Folge leisten wird, ist offen: Seine Frau erwartet in den kommenden Tagen das dritte Kind.

Erwartungen anderer Art hat Raeto Raffainer. Der Ver­antwortliche des Nationalteams fordert nach dem schwachen Abschneiden bei Olympia an der WM eine klare Steigerung: «Nicht nur die Trainer stehen in der Verantwortung – auch die Spieler.»

«Kompletter als Noreau»

In Kopenhagen trifft die Schweiz unter anderem auf Titelverteidiger Schweden. Die SCB-Akteure könnten dabei mit einem künf­tigen Mitspieler Bekanntschaft machen: Adam Almquist be­streitet zurzeit die WM-Vorbereitung mit den Tre Kronor.

Der 27 Jahre alte Verteidiger unterschrieb in Bern einen Vertrag für die kommende Saison; der SCB machte den Transfer am Mittwoch publik. Almquist nutzte in Frölunda eine Ausstiegsklausel. Während dreier Saisons war der Schwede in Nordamerika für Detroit (zwei NHL-Einsätze, ein Tor) respektive vornehmlich für das Farmteam Grand Rapids tätig.

Er soll in Bern den Abgang Maxim Noreaus kom­pensieren, wobei er «kompletter ist als Noreau». Sagt jedenfalls SCB-Sportchef Alex Chatelain. «Almquist ist ein ähnlicher Spielertyp wie Eric Blum: tolles Spielverständnis, hohe Passqualität. Und er verfällt nicht in Stress.»

Neben Almquist gaben die Berner die Verpflichtung eines zweiten Frölunda-Spielers bekannt. Stürmer Jan Mursak (30) unterschrieb für zwei Jahre.

«Im Powerplay im Slot»

Wie Almquist besitzt Mursak eine Vergangenheit in Detroit (46 Spiele, 4 Punkte) und für die Grand Rapids. Der Slowene (zwei Olympiateilnahmen) überzeugte vor allem bei seinem Engagement für den KHL-Spitzenclub ZSKA Moskau (187 Partien, 117 Punkte).

Die Frölunda Indians wollten Mursak unbedingt halten. «Wir haben alles getan, damit er bleibt. Aber alles war wohl nicht genug», sagte Sportchef Fredrik Sjöström in der Zeitung «Expressen». Mursak, der auch als Center spielen kann, ist in Bern als Flügel vorgesehen. Chatelain sagt: «Er hat einen tollen Speed, spielt hart. Und im Powerplay ist sein Platz im Slot.»

Ob Mursak und Almquist in Bern die hohen Ansprüche an ausländische Spieler erfüllen und zu Häuptlingen werden können? Mark Arcobello und Andrew Ebbett komplettieren das Ausländerquartett, mit welchem die Berner in die nächste Saison starten werden. Kaderplanung abgeschlossen? Chatelain: «Heute und morgen ja.»

Berner Zeitung

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