Allrounderin schlägt Läuferin

Auf der längeren Distanz am Frauenlauf fiel die Entscheidung erst auf den letzten Metern. Die Emmentalerin Daniela Aeschbacher unterlag Nina Zoller knapp.

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Reto Pfister

Nina Zoller und Daniela Aeschbacher kennen sich von an­deren Läufen ziemlich gut. Lachend stehen sie im Zielraum des Schweizer Frauenlaufs und unterhalten sich über den Rennverlauf. Aeschbacher ist kurz vor Schluss nochmals zu Zoller aufgelaufen, die in Chur wohnhafte Appenzellerin hat die Emmentalerin dann aber auf den letzten Metern wieder distanziert.

Keine Profiläuferinnen

Bei Nina Zoller handelt es sich um eine Allrounderin, die verschiedene Ausdauersportarten gleich gern betreibt. «Laufen, Radfahren, Skitouren», beschreibt die 31-Jährige die Sparten, in denen sie aktiv ist. Am Frauenlauf bestritt sie stets das 10-Kilometer-Rennen, lief aber nie aufs Podest. «Niemand wollte vorneweg laufen, also habe ich es gemacht», sagt sie zu ihrer Renntaktik.

Die favorisierten Oberaargauerinnen ­Gabi Nyffeler und Nicole Egger (verletzt) waren nicht am Start, Zoller packte ihre Chance und gewann. Wie die zweitplatzierte Aeschbacher, die als Krankenschwester tätig ist, ist sie nicht Profiläuferin, sondern arbeitet zu 80 Prozent als Geologin. Zoller wird sich nun in nächster Zeit dem Radsport zuwenden und will unter anderem die Schweizer Zeitfahrmeisterschaft bestreiten.

Aeschbacher war am Tag vor dem Lauf noch mit ihrer Mutter zusammen an einem Stand am Gotthelf-Märit in Sumiswald im Einsatz. «Das war nicht die ganz ideale Vorbereitung», sagt sie.

Bei der Emmentalerin aus Bärau handelt es sich um eine Langstreckenspezialistin, deren Marathon-Bestzeit bei 2:44:53 Stunden liegt. Über die 42,195 km will sie auch im Herbst wieder antreten. Wo, hat sie jedoch noch nicht definiert. Mit der Utzenstorferin Céline Aebi (LV Langenthal) lief in Abwesenheit von Nyffeler und Egger doch noch eine Vertreterin eines Oberaargauer Vereins aufs Podest.

Sprunger in 35 Minuten

Im 5-Kilometer-Rennen war die ehemalige Siebenkämpferin Ellen Sprunger am Start. Die 31-jährige Waadtländerin lief im Rahmen des Projekts «Make Me Run», in dem sie im Genferseegebiet geführte Trainings anbietet, und erreichte das Ziel in 35:23 Minuten auf Platz 4370.

Berner Zeitung

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