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Cooly möchte man nicht sein

Wer steckt im EM-Maskottchen? Wie lange dauert jeweils ein Einsatz? Wie wird der Kopfteil gekühlt?

Das Kostüm wird täglich von einer Spezialfirma gewaschen.
Das Kostüm wird täglich von einer Spezialfirma gewaschen.
Keystone

Damit wir das Thema gleich erledigt haben: Nein, wir wissen noch immer nicht, wer in Cooly steckt. Was wir aber herausgefunden haben, entschädigt hoffentlich für die zwei fehlenden Namen. Dass im EM-Maskottchen jeweils ein Mann drin ist, weiss man bereits. Dass die beiden, die sich abwechseln, Artisten sind, ist ebenso bekannt. Wer selbst in diesem 7-Kilo-Kostüm noch dermassen stilsicher über die Hürden flitzt wie gestern am ersten EM-Tag, muss a) mächtig in Form sein und b) viel koordinatives Feingefühl besitzen.

Dass der Maskottchen-Job knochenharte Arbeit ist, zeigt sich am Arbeitsrhythmus: Stets 30 Minuten dauert ein Einsatz maximal am Stück. Dann gibt es 30 Minuten Pause. Bis zu acht Liter trinken die beiden Coolys am Tag und müssen doch aufpassen, dass sie in ihrem Kostüm nicht überhitzen. Zwar ist ein kleiner Ventilator im Kopfteil eingebaut, bei den vielen Kurzsprints zum Amüsement des Publikums aber reicht diese Frischluftzufuhr nur bedingt. Wer sich bei so viel schweisstreibender Arbeit nun fragt, ob das Kostüm auch mal gewaschen wird: Ja, sogar täglich und erst noch von einer Spezialfirma.

Der Cooly, also die Hülle, wird übrigens von einer kanadischen Firma hergestellt. Gegen einen Monat arbeiten bis zu sechs Mitarbeiter an einem solchen Kostüm, wobei Cooly nur eines unter vielen Sujets darstellt. Die Kanadier produzieren pro Jahr 350 Maskottchentypen. Wohl keiner davon dürfte zuletzt so fleissig unterwegs gewesen sein wie Cooly: Er hat in den letzten zwei Jahren rund 180 Einsätze absolviert.

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