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M und M – die Meister der letzten Runde

Mahiedine Mekhissi und Mo Farah gewannen beide ihre Rennen, wurden im Ziel aber unterschiedlich empfangen.

Schrieben Leichtathletikgeschichte: Mo Farah (links) und Mahiedine Mekhissi. Foto: Keystone
Schrieben Leichtathletikgeschichte: Mo Farah (links) und Mahiedine Mekhissi. Foto: Keystone

M und M. Wie Mahiedine und Mohamed. Mahiedine Mekhissi und Mo Farah schrieben am letzten Tag der Zürcher EM Leichtathletikgeschichte, und sie taten es auf die genau gleiche Art: mit ­einer letzten Runde in 52,2 Sekunden, in der sie die Gegner zu Statisten degradierten.

Der kleine Unterschied: Als der Franzose mit algerischen Wurzeln zu seinem langen Schlussspurt ansetzte, konnte niemand reagieren; als der Brite aus Somalia antrat, blieb ihm der Aserbeidschaner mit äthiopischen Wurzeln, Hayle Ibrahimov, lange auf den Fersen. Farah musste seinen Spurt durchziehen, Mekhissi hätte wie vor drei Tagen bei seinem Solo über 3000 m Steeple Zeit gehabt, um sein Leibchen auszuziehen, und wäre auch diesmal ungefährdet ge­blieben. Er verzichtete auf die Fussballergeste und begnügte sich damit, das Publi­kum mit Gesten zum Mitjubeln aufzufordern. Doch auch das kam nicht gut an: Als er nach lockerem Auslaufen die Ziellinie überschritten hatte, empfing ihn die Zielkurve mit Pfiffen.

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