Saisonende für Noemi Zbären

Noemi Zbären hat sich einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel zugezogen. Die Hürdensprinterin aus Langnau muss deshalb die Saison abbrechen.

Nach dem Out in Lausanne konnte Noemi Zbären in Bellinzona nicht einmal antreten.

Nach dem Out in Lausanne konnte Noemi Zbären in Bellinzona nicht einmal antreten.

(Bild: Keystone)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Das Pech klebt Noemi Zbären in dieser Saison wahrlich an den Füssen. Vor zwei Wochen hatte sie sich an der Athletissima in Lausanne an der Wade verletzt. Wieder genesen, wollte die Hürdensprinterin am Dienstag in Bellinzona einen neuen Anlauf nehmen, um die Limite für die WM in London doch noch zu erfüllen.

Doch dann zwickte es beim Einlaufen plötzlich im rechten Oberschenkel, weshalb die Langnauerin auf ihren Einsatz verzichten musste. Gestern nun liess sie sich in St. Moritz, wo sie im Trainingslager weilt, untersuchen. Das Resultat: Die 23-Jährige hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen.

Nach dem Befund der Ärzte entschied sich Zbären zusammen mit ihrer Trainerin Gabi Schwarz, die Saison vorzeitig abzubrechen. Ursprünglich hätte die Hürdensprinterin am Samstag an der Schweizer Meisterschaft in Zürich starten wollen. «Wir hatten das Gefühl, dass sie die Limite dort schaffen könnte», sagt Schwarz. Doch nach der Diagnose blieb nichts anderes übrig, als die Notbremse zu ziehen. Zbären ist nach dem Arztbesuch aus St. Moritz abgereist.

Moralisch habe ihr dieser neuerliche Rückschlag zugesetzt, erzählt Schwarz. Bereits die Saison 2016 hatte Zbären wegen eines Kreuzbandrisses verpasst. Nach einem Aufbau schien sie in diesem Frühjahr auf gutem Weg, wieder ihr altes Leistungsniveau zu erreichen. Am Auffahrtsmeeting in Langenthal lief sie die 100 m Hürden in 13,09 sec – an diese Zeit kam sie in der Folge aber nicht mehr heran. Für die WM-Limite hätte sie 11 Hundertstel schneller laufen müssen.

Mikrobiologin Zbären widmet sich nun ihrer Masterarbeit, ehe sie einen neuen Anlauf auf der Tartanbahn nehmen wird. Nach zwei Seuchenjahren soll es dann endlich wieder aufwärtsgehen.

Büchler muss pausieren

Mit Nicole Büchler wird am Wochenende im Letzigrund ein weiteres Aushängeschild fehlen. Die Stabhochspringerin spürt seit dem Meeting vor neun Tagen in Luzern Schmerzen in der Hüfte, die von der hinteren Oberschenkelmuskulatur herrühren. Die Bielerin hatte bereits mehrfach Probleme mit dem Oberschenkel, zudem wurde bei ihr im Frühjahr eine Diskushernie diagnostiziert. Weil Büchler im Hinblick auf die WM nichts riskieren will, verzichtet sie auf die Schweizer Meisterschaft.

Berner Zeitung

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