Zum Hauptinhalt springen

Schlumpf im Final – und ein Weltrekord mit Fragezeichen

Die Zürcher Steeple-Läuferin Fabienne Schlumpf qualifiziert sich an den Heim-Europameisterschaften für den Final. Yohann Diniz pulverisiert den Weltrekord im Gehen.

Überlegen zu EM-Gold: Yohann Diniz läuft Weltrekord, riskiert aber kurz vor dem Ziel seinen grossen Triumph.
Überlegen zu EM-Gold: Yohann Diniz läuft Weltrekord, riskiert aber kurz vor dem Ziel seinen grossen Triumph.
Keystone

Fabienne Schlumpf, die Schweizer Rekordhalterin, belegte in ihrem Vorlauf über 3000 m Steeple Platz 5 und schaffte damit die direkte Qualifikation für den Endlauf. Die Zürcher Oberländerin, die 2013 in Moskau ihr WM-Debüt gegeben hatte, lief in 9:51,45 Minuten die fünftbeste Zeit der gesamten Konkurrenz, da die Läuferinnen im zweiten Vorlauf das Rennen wesentlich langsamer angegangen waren.

In der zweiten Serie war Astrid Leutert ohne Chance auf ein Weiterkommen. Die 26-jährige Bernerin, die von 2007 bis 2012 in den USA gelebt und studiert hatte, wurde Letzte. Leutert war in der letzten Runde beim Wassergraben gestürzt und beendete das Rennen in 10:15,29 Minuten im 20. Gesamtrang.

Über 1500 m befand sich Jan Hochstrasser lange in idealer Position und hielt vorne mit, am Ende wurde er aber nach hinten durchgereicht und klassierte sich in seiner Serie in 3:43,89 Minuten lediglich im 11. Rang. Damit beendete der 26-jährige Aargauer die EM auf dem 22. Platz.

Ein unnötiges Intermezzo

Yohann Diniz gewann über 50 km Gehen nicht nur die Goldmedaille, er pulverisierte auch den Weltrekord. Der Franzose verbesserte mit 3:32:33 Stunden den sechs Jahre alten Weltrekord des Russen Denis Nischegorodow um sagenhafte 1:41 Minuten und feierte seinen dritten EM-Titel de suite auf dieser Strecke. Der 36-jährige Franzose nahm dem zweitplatzierten Slowaken Matej Toth 3:48 Minuten ab, obwohl dieser in der ewigen Bestenliste auf Rang 10 nach vorne rückte. Bronze gewann der Russe Iwan Noskow.

Allerdings gibt es beim Triumph von Diniz Fragezeichen. Als er sich kurz vor dem Ziel eine portugiesische Fahne besorgte, lief er einige Schritte nicht reglementsgemäss. Stephan Plätzer, Fachexperte vom SRF, meinte, dass dies eigentlich eine klare Disqualifikation des Siegers nachsichziehen müsste. Vielleicht lässt die Jury aber auch Gnade vor Recht walten.

Die Franzosen, die mit einer starken Delegation in Zürich antreten, haben offenbar punkto Emotionen ein echtes Problem – wie auch der Fall Mahiedine Mekhissi beweist.

si/fal

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch