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Sclabas Favoritin im U-20-Rennen

Die Bernerin Delia Sclabas kann an der Cross-EM eine erfolgreiche Saison krönen.

Drittbeste zu sein, genügt ihr nicht: Delia Sclabas.
Drittbeste zu sein, genügt ihr nicht: Delia Sclabas.
Raphael Moser

Die Schweiz ist keine grosse Cross-Nation. Noch nie hat ein Schweizer an einer EM eine Medaille gewonnen – im Gegensatz zu den Frauen. Anita Weyermann wurde 1999 in Velenje Europameisterin, ein Jahr später war es Nicola Spirig, Triathlon-Olympiasiegerin von 2012, die bei den Juniorinnen Silber gewann. Danach vergingen 18 Jahre bis zu den nächsten Auszeichnungen: Die derzeit verletzte Fabienne Schlumpf verpasste im letzten Jahr in Tilburg (NED) den EM-Titel um eine mickrige Sekunde, ebenso Silber gewann das Berner Talent Delia Sclabas.

Die Ausgangslage am Sonntag in Lissabon ist spannend: Denn neben Julien Wanders startet mit Jonas Raess (25) ein zweiter Schweizer. Raess, der seit gut einem Jahr und dem Abschluss des Studiums in Manchester trainiert, wurde 2018 in Tilburg 30., steigerte sich im Sommer über 5000 m aber auf 13:37,98 Minuten. Sein Ziel ist die Olympiaqualifikation über diese Distanz, dazu müsste er sich nochmals um gut 23 Sekunden steigern.

Zweiter Titel für Sclabas?

Erstmals im Elite-Feld der Frauen und über 6,2 km tritt Steeple Spezialistin Chiara Scherrer an, die vor einem Jahr das Podest als Vierte in der U-23-Kategorie nur knapp verpasste. Dagegen darf Sclabas ein weiteres Mal in der Juniorinnen-Kategorie starten. Die 19-Jährige kann eine bereits erfolgreiche Saison noch krönen. An der U-20-EM in Boras glänzte sie mit dem Titel über 800 m, zudem gewann sie dort Silber über 1500 m. Als drittbeste Europäerin der WM in Aarhus im Frühling gehört sie nun zu den Favoritinnen. Drittbeste zu sein, genügt ihr aber nicht.

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