Sprunger ist Europameisterin

Lea Sprunger gewinnt an der Leichtathletik-EM in Glasgow Gold über 400 m. Mujinga Kambundji verpasst über 60 m Edelmetall.

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Lea Sprunger wird an den Hallen-Europameisterschaften in Glasgow ihrer Favoritenrolle gerecht und gewinnt über 400 m Gold. Mujinga Kambundji bleibt im Final über 60 m ohne Medaille.

Sprunger lieferte sich über 400 m ein Herzschlagfinale mit der Belgierin Cynthia Bolingo Mbong, das die Romand mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung zu ihren Gunsten entschied. Die Freiluft-Europameisterin über 400 m Hürden steigerte sich im Vergleich zum Halbfinal nochmals um 29 Hundertstel und lief in 51,61 Sekunden eine Jahresweltbestleistung. Bronze ging nach den zwei Bahnrunden an die Niederländerin Lisanne de Witte.

Kambundji im Pech

Die Hundertstel nicht auf ihrer Seite hatte im Final über 60 m Mujinga Kambundji. Die 26-jährige Bernerin wurde nach 7,16 Sekunden gestoppt. Als Fünfte blieb sie nur eine Hundertstel hinter dem Bronze-Platz der Britin Asha Philip. Bereits vor zwei Jahren an den Hallen-EM in Belgrad verpasste die Schweizerin als Vierte eine Medaille lediglich um sechs Hundertstel. Die zweite Schweizer Finalisten Ajla Del Ponte beendete das Rennen in Glasgow als Achte.

EM-Gold ging and die Polin Ewa Swoboda, die in 7,09 die Niederländerin Dafne Schippers (7,14) auf Platz 2 verwies. Swoboda war gemeinsam mit Kambundji mit 7,08 Sekunden als Nummer 1 der Meldeliste nach Schottland gereist.

Bittere Enttäuschung für Büchel

Definitiv keine Medaille gibt es für Selina Büchel. Für die 800-m-Läuferin platzte der Traum vom dritten Titelgewinn in Serie im Halbfinal. Die 27-jährige Toggenburgerin beendete das Rennen in 2:02,98 Minuten im 4. Rang mit einem Rückstand von fünf Hundertstelsekunden auf die drittplatzierte Britin Marie Smith – nur die ersten drei erreichten den Final. Das Rennen entwickelte sich für Büchel von Beginn weg schlecht. Sie reihte sich hinten ein und musste viel aussen laufen. Deshalb fehlte ihr am Ende die Energie.

Moser im Final

Überzeugend präsentierte sich Stabhochspringerin Angelica Moser, die sich als Fünfte für den Final der besten acht qualifizierte. Zwar startete die 21-jährige Zürcherin mit einem Fehlversuch über 4,25, danach unterstrich sie aber ihre gute Form. Die für den Final genügenden 4,60 m, die nur zwei Zentimeter unter ihrer Mitte Februar in St. Gallen aufgestellten Bestmarke liegen, überquerte sie gar im ersten Anlauf. Moser steht zum zweiten Mal nach den Europameisterschaften 2016 in Amsterdam an einem Grossanlass im Final. Dieser geht am Sonntagabend über die Bühne.

Ausgeschieden in den Vorläufen über 60 m Hürden sind Tobias Furer (7,90) und Brahian Peña (7,93). Für Furer war es der letzte Wettkampf als Spitzensportler.

sda

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