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Maya Pedersen diesmal mit geringen Medaillen-Aussichten

Vor vier Jahren an den Winterspielen von Turin hatten die Skeleton-Rennen aus Schweizer Sicht zu den verheissungsvollsten Entscheidungen gehört. Maya Pedersen holte Gold, Gregor Stähli Bronze.

In Whistler darf man nicht von einem Medaillengewinn ausgehen. Pederson bestreitet ab 1.00 Uhr den ersten Lauf, eine Stunde später folgt der zweite Durchgang.

Maya Pedersen startet zwar als Titelverteidigerin, doch gegenüber 2006 haben sich die Zeiten geändert. Die in Norwegen wohnhafte Berner Oberländerin ist im Alter von 37 Jahren nicht mehr die Dominatorin der Szene. Pedersen sagte vor dem Auftakt zu ihrem Wettkampf, welcher in der Nacht auf morgen Freitag erfolgt: "Natürlich träume ich von einer weiteren Medaille. Doch nach dem Saisonverlauf müsste ich schon mit einer Top-5-Klassierung sehr zufrieden sein." In diesem Winter ist es Pedersen noch nicht nach Wunsch gelaufen. Das bisherige Highlight stellt der 5. Rang von Altenberg dar.

Zu Beginn der Trainings im Whistler Sliding Centre deutete nichts darauf hin, dass Pedersen zum engsten Favoritenkreis zu zählen wäre. Sie zeigte keine guten Fahrten und musste froh sein, ohne Sturz das Ziel zu erreichen. Diesem Herantasten an die schwierige Hochgeschwindigkeits-Bahn wollte Pedersen aber nicht allzu grosse Bedeutung beimessen. Sie erklärte am Dienstag im "House of Switzerland": "Ich habe noch viel Potenzial und bin zuversichtlich, dass es bis zum Rennen aufwärts geht. Zunächst einmal ging es auch darum, den Todesfall des Georgiers zu verarbeiten. Jetzt hoffe ich, dass ich lockerer werde." Ihre härtesten Konkurrentinnen kommen aus dem Gastgeberland Kanada und aus Deutschland.Oswald back in Vancouver

Während Pedersen den Zenit überschritten hat und Weltmeister Gregor Stähli verletzungsbedingt ausfällt, ist Pascal Oswald drauf und dran, sich der Weltspitze anzunähern. Der Zürcher, der vor einer Woche seinen 30. Geburtstag feierte, gilt als Olympia-Grünschnabel. Er qualifizierte sich für die Winterspiele dank seinem Exploit beim Heim-Weltcup in St. Moritz, als er Sechster wurde. Die Bestätigung dieses Resultats ist er in anderen Kanälen noch schuldig geblieben.

Oswald möchte in Whistler in die Top 10 -- ein schwieriges Unterfangen. In den ersten Trainings kam er, auch wegen Materialproblemen, auf keinen grünen Zweig. Hinterher meinte er: "Dies war ein Rückschlag. Dadurch wurden mir schon ein bisschen die Flügel gestutzt. Es sind grosse Fortschritte notwendig."

Auch im Schweizer Skeleton-Lager war der Todessturz des georgischen Schlitters Nodar Kumaritaschwili in den vergangenen Tagen ein Thema. Nationaltrainer Snorre Pedersen hatte zu jenen gehört, welche bereits vor dem Unglück Bedenken anmeldeten. Ein ähnliches Horror-Ereignis ist im Hinblick auf die Skeleton-Konkurrenzen nicht zu befürchten. Snorre Pedersen beruhigte: "Ich glaube nicht, dass das bei uns passieren kann. Es müssten viel heftigere Kräfte wirken als im Schlitteln, damit eventuell mit dem Skeleton jemand aus der Bahn fliegen könnte."

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