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Hamiltons Pech ist Vettels Glück

Sebastian Vettel gewinnt den GP von Singapur vor Jenson Button und Fernando Alonso. Lewis Hamilton scheidet nach einem Motorschaden aus. Sauber kriegt nach grossem Kampf einen Punkt geschenkt.

Neun Rennen blieb Vettel seit seinem letzten Triumph im April in Bahrain ohne Sieg. Auf dem Marina Bay Street Circuit hatte das Warten für den deutschen Red-Bull-Fahrer ein Ende. Er profitierte vom Ausfall Lewis Hamiltons und wiederholte in der Folge seinen Vorjahressieg auf souveräne Art und Weise. Auch durch zwei Safety-Car-Phasen liess sich Vettel nicht stoppen.

In der WM-Wertung machte Vettel auf Leader Alonso, der hinter Jenson Button Dritter wurde, zehn Punkte gut. Als neuer Zweiter in der Gesamtwertung beträgt sein Rückstand auf den Spanier nun 29 Zähler.

Lewis Hamiltons Träume vom vierten Saisonsieg hatten sich nach etwas mehr als einem Drittel der Renndistanz in Rauch aufgelöst. Der Polesetter führte das Rennen souverän vor Vettel an, ehe ihn ein Getriebeschaden jäh stoppte. Das Rennen vorzeitig aufgeben musste auch Pastor Maldonado, der am Samstag im Qualifying als Zweiter überrascht hatte, beim Start aber auf Platz 4 zurückfiel.

Pérez trotz Punkt unzufrieden

Nach dem zweitschlechtesten Qualifying der Saison und den Startplätzen 14 und 17 für Sergio Pérez und Kamui Kobayashi gewann das Team Sauber in Singapur zu später Stunde nachträglich noch einen Punkt. Es war bereits Montag in Singapur, als Pérez aufgrund einer gegen Mark Webber verhängten 20-Sekunden-Strafe (unkorrekte Boxeneinfahrt) vom 11. auf den 10. Rang vorrückte.

Trotz der späten positiven Meldung für Sauber war der Mexikaner mit dem Wochenende nicht zufrieden: «Wir kamen mit dieser Strecke nicht zurecht und waren zu langsam.» Teamkollege Kamui Kobayashi mühte sich nach einem schlechten Start lange Zeit im hinteren Drittel des Fahrerfeldes ab. Nach einem Rencontre mit Nico Hülkenberg nach der zweiten Safety-Car-Phase musste der Japaner an die Box, um einen neuen Frontflügel anbringen zu lassen.

Gemäss Teamchef Peter Sauber wäre mit etwas mehr Rennglück ein besseres Abschneiden möglich gewesen. Er attestierte beiden Fahrern einen couragierten Kampf. Für Pérez, der mit einer Zwei-Stopp-Strategie unterwegs war, kamen die Safety-Car-Phasen zur Unzeit.

Über wesentlich mehr Zähler als die Sauber-Equipe durften sich deren Konkurrenten in der Team-Wertung freuen. Der Schotte Paul di Resta (Force India) realisierte als Vierter sein bestes Ergebnis in der Königsklasse des Motorsports, Nico Rosberg verhalf Mercedes dank Platz 5 zu zehn Punkten. Der Rückstand Saubers auf das deutsche Werkteam vergrösserte sich damit auf 35 Punkte. Das hinter den Hinwilern im 7. Rang klassierte Team von Force India liegt nur noch 26 Zähler zurück.

Der Grand Prix musste nach Unfällen zweimal durch das Safety-Car neutralisiert werden. Erst krachte Narain Karthikeyan in die Streckenbegrenzung, danach - vier Minuten nachdem das Rennen wieder freigegeben worden war - fuhr Michael Schumacher ins Heck von Jean-Eric Vergne.

Grand Prix von Singapur. Schlussklassement: 1. Sebastian Vettel (De), Red Bull-Renault. 2. Jenson Button (Gb), McLaren-Mercedes, 8,9 Sekunden zurück. 3. Fernando Alonso (Sp), Ferrari, 15,2. 4. Paul di Resta (Gb), Force India-Mercedes, 19,0. 5. Nico Rosberg (De), Mercedes, 34,7. 6. Kimi Räikkönen (Fi), Lotus-Renault, 34,7. 7. Romain Grosjean (Fr/Sz), Lotus-Renault, 36,6. 8. Felipe Massa (Br), Ferrari, 42,8. 9. Daniel Ricciardo (Au), Toro Rosso-Ferrari, 45,8. 10. Mark Webber (Au), Red Bull-Renault, 47,1. 11. Sergio Pérez (Mex), Sauber-Ferrari, 50,6. Ferner: 13. Kamui Kobayashi (Jap), Sauber-Ferrari, 97,1. - Ausgeschieden u.a.: Lewis Hamilton (Gb), McLaren-Mercedes; Pastor Maldonado (Ven), Williams-Renault; Michael Schumacher (De), Mercedes.

WM-Stand (14/20): 1. Alonso 194. 2. Vettel 165. 3. Räikkönen 149. 4. Hamilton 142. 5. Webber 133. 6. Button 119.

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