Hitze und Wind - Bottas und Verstappen demolieren ihre Boliden

Bei Streckentemperaturen von über 50 Grad: Diverse Formel-1-Piloten tun sich im zweiten Training zum GP von Österreich schwer.

Der Mercedes von Valtteri Bottas muss mit dem Traktor von der Strecke gehievt werden. (Video: Reuters)

Das Heck des Red Bull von Vorjahressieger Max Verstappen war demoliert, beim Mercedes von Valtteri Bottas baumelten die Vorderräder nur noch rum. «Was haben die zum Frühstück gehabt», schrieb die Formel 1 auf ihrer Homepage.

Bei Streckentemperaturen von über 50 Grad und aufkommendem Wind in der Steiermark entwickelte sich das zweite Freie Training zum Grossen Preis von Österreich am Freitag zur nachmittäglichen Rennzeit auf einmal zur Risikofahrt. Zuerst erwischte es Verstappen, unmittelbar nach der Streckenfreigabe verlor Bottas die Kontrolle über sein Auto. Via Funk erkundigte sich Vettel prompt: «Ist er okay?»

Nach einer weiteren Unterbrechung und der erneuten Freigabe kam dann Vettel in seinem Ferrari vom Kurs ab. Der viermalige Weltmeister aus Heppenheim konnte einen Einschlag wenigstens vermeiden und seinem Team eine Zusatzschicht bei 30 Grad ersparen. Die Reifen waren nach der Rutschpartie aber dahin, Vettel tuckerte erstmal zurück in die Box.

Leclerc im zweiten Training der Schnellste

Im Klassement blieb dem Deutschen letztlich nur der achte Platz. Am Morgen hatte er in den ersten - unfallfreien - anderthalb Trainingsstunden noch den zweiten Platz belegt. Vettel war nur 0,144 Sekunden langsamer gewesen als Titelverteidiger Lewis Hamilton im Mercedes bei dessen Tagesbestzeit.

Der britische Dominator gab sich am Nachmittag mit dem vierten Rang zufrieden. Er und Bottas waren allerdings auch auf härteren Mischungen unterwegs als beispielsweise Vettels Teamkollege Charles Leclerc, der in den zweiten 90 Minuten der Schnellste war. Platz zwei ging immerhin noch an Bottas. Auf Rang drei folgte Pierre Gasly im zweiten Red Bull.

Alle gegen Hamilton

Wie aussagekräftig die Rangfolge war, blieb schwer zu beurteilen. Deutlich wurde aber, dass der kurze Kurs mit seinen zehn Kurven auf 4,318 Kilometern für Überraschungen gut ist. Zumal der heisse Asphalt die Reifen beim Rennen erst recht rannehmen wird. Schon in der Qualifikation kann der kleinste Fehler bei einer Rundenzeit von nur gut einer Minute zu viel Zeit im Kampf um die Pole an diesem Samstag kosten.

Topkandidat auf die Pole ist nach wie vor Hamilton. Der 34 Jahre alte Brite tritt als sechsfacher Saisonsieger in bisher acht Rennen an. Die vergangenen vier Grand Prix gewann Hamilton in Serie. Vettel, der noch nie in Österreich gewinnen konnte, setzt derweil auf die Charakteristik des malerisch gelegenen Kurses mit seinen längeren Geraden. Diese könnten ein Vorteil für den Motor im Ferrari sein.

dpa

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