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Jetzt will Vettel nicht einmal mehr fahren

Zum Statisten degradiert, muss Sebastian Vettel dieses Jahr bei Red Bull noch irgendwie zu Ende bringen. Beim nächsten Rennen wartet bereits ein weiterer Rückschlag auf den Weltmeister.

Ein ungewohntes Bild: Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel ist frustriert. Um seinen Motor zu schonen, verzichtet der Deutsche im nächsten Grand Prix wohl auf das Qualifying.
Ein ungewohntes Bild: Der vierfache Weltmeister Sebastian Vettel ist frustriert. Um seinen Motor zu schonen, verzichtet der Deutsche im nächsten Grand Prix wohl auf das Qualifying.
Keystone
Besonders vergangenes Wochenende in Sotschi haderte der entthronte Weltmeister mit seinem Formel-1-Boliden. 148 Punkte beträgt mittlerweile der Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton.
Besonders vergangenes Wochenende in Sotschi haderte der entthronte Weltmeister mit seinem Formel-1-Boliden. 148 Punkte beträgt mittlerweile der Rückstand auf Spitzenreiter Lewis Hamilton.
Keystone
Der Wagen ist zu langsam und genügt den Ansprüchen nicht mehr – Vettel fährt der Konkurrenz nur noch hinterher. Das soll sich mit einem Wechsel zu Ferrari ändern.
Der Wagen ist zu langsam und genügt den Ansprüchen nicht mehr – Vettel fährt der Konkurrenz nur noch hinterher. Das soll sich mit einem Wechsel zu Ferrari ändern.
Keystone
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Die Abschiedstournee im Red Bull wird für Vettel immer mehr zur quälenden Pflichtaufgabe. Für seinen nächsten Auftritt macht sich der viermalige Formel-1-Weltmeister bereits auf einen Start aus der Boxengasse gefasst. Noch viel schlimmer: Aus seiner Sicht macht es eigentlich nicht einmal mehr Sinn, bei der Qualifikation zum Grossen Preis der USA überhaupt anzutreten. «Ich denke nicht, dass ich Samstag viel zu tun habe. Ich glaube, ich werde zuschauen beim Qualifying.»

Der Grund: Vettel wird den «Joker» ziehen, nur dass der in der Formel 1 nichts Gutes verheisst. Er braucht in seinem Red Bull einen neuen Motor beziehungsweise bestimmte neue Elemente. Das Problem: Er kommt damit über die fünf erlaubten Motoren in einer Saison und wird per se in der Startaufstellung zum drittletzten Rennen in diesem Jahr zehn Plätze zurückversetzt werden.

Vettel resigniert

Das Ergebnis: Frust pur. «Da die Regeln ganz besonders toll sind dieses Jahr. Was das angeht, macht es keinen Sinn, am Samstag an der Qualifikation teilzunehmen. So würde man nur noch unnötig Kilometer auf den Motor fahren.» Es hätte mehr Sinn gemacht, die Strafe schon bei der Formel-1-Premiere in Russland auf sich zu nehmen, meinte Vettel. Dort hatte er von Beginn an geklagt, dass der Wagen einfach zu langsam sei auf dem neuen Kurs.

Nur war Red Bull dazu nicht in der Lage: «Wir hatten nicht alle Teile», erklärte Vettel, dessen Tonlage irgendwo zwischen Ernüchterung, Zynismus und Lustlosigkeit nach seinem achten Rang in Sotschi lag. Mittlerweile ist der WM-Zweite von 2009 und Weltmeister der Jahre 2010, 2011, 2012 und 2013 sogar auf Rang fünf in der Gesamtwertung abgerutscht. Auf WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton (Mercedes) hat der 27-jährige Deutsche ernüchternde 148 Punkte Rückstand.

Noch drei Rennen

Austin, São Paulo und Abu Dhabi – dann hat Vettel das schlechteste und bislang erfolgloseste Jahr seiner Formel-1-Laufbahn geschafft, ehe er – wenngleich immer noch unbestätigt – im Ferrari eine neue Ära einleiten will.

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