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«Klarheit wird erst das Rennweekend schaffen»

In den Trainings von heute schnitt das McLaren-Team mit dem ehemaligen Sauber-Piloten Sergio Pérez enttäuschend ab. Doch der englische Rennstall hat in Melbourne noch nicht alle Karten auf den Tisch gelegt.

Muss sich eingestehen, dass die Weiterentwicklungen am Wagen jetzt noch Zeit kosten: McLarens Teamchef Martin Whitmarsh.
Muss sich eingestehen, dass die Weiterentwicklungen am Wagen jetzt noch Zeit kosten: McLarens Teamchef Martin Whitmarsh.
Keystone
Keine voreiligen Schlüsse: Sportdirektor Sam Michael will zuerst das Rennwochenende abwarten, bevor eine Standortbestimmung möglich ist.
Keine voreiligen Schlüsse: Sportdirektor Sam Michael will zuerst das Rennwochenende abwarten, bevor eine Standortbestimmung möglich ist.
Keystone
Vor dem ersten Training: Da konnte Jenson Button noch lachen. In diesem Durchgang schaffte er mit dem 9. Rang auch die beste Platzierung für McLaren in den Trainings von Melbourne.
Vor dem ersten Training: Da konnte Jenson Button noch lachen. In diesem Durchgang schaffte er mit dem 9. Rang auch die beste Platzierung für McLaren in den Trainings von Melbourne.
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McLaren gehört zu den traditionsreichsten und am besten budgetierten Teams in der Formel 1. Davon war in den beiden Trainings zum GP von Australien aber nichts zu merken. Im zweiten Training, das normalerweise aussagekräftiger ist, belegten Sergio Pérez und Jenson Button lediglich die Ränge 13 respektive 11.

Auf der Suche nach Gründen stolpert man über die neue Design-Philosophie beim englischen Team. Natürlich haben auch die anderen Rennställe grosse Veränderungen an ihren Autos vorgenommen, doch bei McLaren scheint der Wurm drin zu sein. «Ich glaube, wir sollten uns sorgen um den Speed machen», erklärte Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber Sky Sports. «Im Moment ist es für das ganze Team besonders hart. Wir haben nicht genug Grip, was uns Kopfschmerzen bereitet. Doch hauptsächlich fehlt uns das Tempo.»

Die Erinnerung an Ferrari und die Warnung des Sportdirektors

McLaren befindet sich momentan rund zwei Sekunden hinter den schnellsten Teams. «Wir befinden uns noch im Lernprozess und müssen das neue Auto erst noch kennen lernen. Dass uns die vielen Veränderungen in gewisser Weise zurückbinden werden, wussten wir», so Whitmarsh. Der Plan sei gewesen, noch vor den ersten Rennen diesen Rückstand aufzuholen. Doch die Tests in Jerez und Barcelona reichten dem Rennstall offensichtlich nicht aus, um mit dem Boliden zurechtzukommen. «Heute hat sich gezeigt, dass wir immer noch grosse Probleme haben. Das ist etwas, woran wir nun das ganze Wochenende arbeiten müssen.»

Sam Michael, der Sportdirektor von McLaren, erinnert nach der Enttäuschung an die letzte Saison. Damals hatte Ferrari ebenfalls grosse Probleme mit dem Speed, und am Schluss hat sich Fernando Alonso mit Sebastian Vettel ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Weltmeistertitel geliefert. «Wir sind definitiv noch nicht dort, wo wir zu diesem Zeitpunkt sein müssten», sagt Michael gegenüber Sky Sports. Doch der 41-Jährige warnt die Kritiker: «Klarheit wird erst das Rennweekend schaffen. Im Training haben wir nicht viel mehr gemacht als in den Tests. Die Resultate der Weiterentwicklungen werden sich erst zeigen, wenn eine offizielle Session wie das Qualifying oder dann das Rennen selbst absolviert ist.»

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