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Lüthi hält den Schaden in Grenzen

Tom Lüthi wird beim Grand Prix von Silverstone nur Vierter. Gleichwohl darf der Emmentaler weiterhin vom WM-Titel träumen. Denn: Leader Franco ­Morbidelli liegt sieben Rennen vor Saisonende nur 29 Punkte vor Lüthi.

Tom Lüthi kam an diesem Wochenende nicht recht in Fahrt. Doch der Emmentaler ist in der WM nach wie vor gut unterwegs.
Tom Lüthi kam an diesem Wochenende nicht recht in Fahrt. Doch der Emmentaler ist in der WM nach wie vor gut unterwegs.
Keystone

Es hätte für Tom Lüthi durchaus schlimmer kommen können. Schliesslich setzte sich Franco Morbidelli zu Beginn des Rennens in Silverstone zusammen mit seinem Teamkollegen Alex Marquez von der Konkurrenz ab. Als der Spanier in der 10. Runde stürzte – er beendete das Rennen trotzdem im 14. Rang – lag Morbidelli in Führung und war drauf und dran, mit seinem 8. Saisonsieg eine kleine Vorentscheidung im Titelkampf herbeiführen zu können.

Doch der 22-jährige Italiener konnte die Pace nicht durchstehen und wurde noch von zwei Fahrern überholt. Der Japaner Takaaki Nakagami, beflügelt durch die Bekanntgabe seines Aufstiegs für 2018 in die Moto-GP-Klasse ins LCR-Honda- Team, gewann mit 0,7 Sekunden Vorsprung auf Pole-Mann Mattia Pasini.

Lüthis schwieriges Weekend

Mit knapp fünf Sekunden Rückstand überquerte Tom Lüthi als Vierter die Ziellinie, zwei Sekunden hinter Morbidelli, seinem nächstjährigen Teamkollegen in der Königsklasse im Marc-VDS-Honda-Team. Vor einem Jahr hatte Lüthi in Silverstone gewonnen, diesmal reichte es ihm als Trainingsneunter nicht zu seinem 10. Saisonpodestplatz.

Doch Morbidelli konnte seinen Vorsprung in der WM-Wertung nur um 3 auf 29 Punkte ausbauen (223:194). Alex Marquez (155 Punkte) dürfte aus der Entscheidung gefallen sein. «Das ganze Weekend war schwierig. Darum bin ich mit diesem Platz hochzufrieden. Ich fuhr immer am Limit und konnte einfach nicht angreifen. Zudem machten mir die vielen Bodenwellen zu schaffen», hielt Lüthi fest. Auf die Schützenhilfe von Nakagami und Pasini angesprochen, erklärte der Lindener: «Die sind sicher nicht für mich gefahren, jeder will schliesslich gewinnen und so weit vorne wie möglich sein. Aber ja, geschadet hat es sicher nicht, und die WM bleibt offen.»

Enttäuschung für Aegerter

Für Dominique Aegerter, der als Sechster aus der zweiten Reihe gestartet war, endete das Rennen – wie einmal mehr auch für Jesko Raffin (27.) – mit einer Enttäuschung. Rang 10 mit 11 Sekunden Rückstand war nicht das, was er sich nach den starken Trainings erhofft hatte.

«Am Freitag und am Samstag im Qualifying hatte ich wirklich eine gute Pace. Doch im Rennen konnte ich einfach nicht zusetzen», erklärte der 26-jährige Oberaargauer. «Es ist schon bitter, wenn man zwischenzeitlich Fünfter ist und sich dann am Schluss noch von einigen Fahrern überholen lassen muss. Da nützt alles «Ellbögeln nichts», hielt ­Aegerter fest. «Wir müssen einfach am Gesamtpaket für die Suter-Maschine arbeiten.» Viel Zeit bleibt dafür nicht; bereits in zwei Wochen macht der WM-Tross in Misano halt.

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