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«Mir ist nicht ganz klar, wie es so enden konnte»

Während Lewis Hamilton über die Strategie rätselte, ärgerte sich Sebastian Vettel über sich selbst. Mit dem Sieger freuten sich beide.

Kimi Räikkönen gewinnt nach einer Glanzleistung das Rennen in Austin (USA). Es ist der 21. Sieg des «Iceman».
Kimi Räikkönen gewinnt nach einer Glanzleistung das Rennen in Austin (USA). Es ist der 21. Sieg des «Iceman».
EPA/SRDJAN SUKI
Räikkönen gewinnt erstmals seit Australien 2013 oder 2044 Tagen – so lange musste niemand auf seinen nächsten Sieg warten.
Räikkönen gewinnt erstmals seit Australien 2013 oder 2044 Tagen – so lange musste niemand auf seinen nächsten Sieg warten.
AP Photo/Darron Cummings
Vettel schiebt sich eine Runde vor Schluss noch an Bottas auf Rang 4 vorbei. Die WM-Entscheidung ist damit vertagt. Dem Ferrari-Star erhält sich noch eine kleine Titel-Chance.
Vettel schiebt sich eine Runde vor Schluss noch an Bottas auf Rang 4 vorbei. Die WM-Entscheidung ist damit vertagt. Dem Ferrari-Star erhält sich noch eine kleine Titel-Chance.
EPA/SRDJAN SUKI
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Schon in der ersten Kurve war Lewis Hamilton seine Führung im GP der USA los. Während der Brite im Mercedes mit gebrauchten Soft-Reifen losfahren musste, zog Kimi Räikkönen mit seinem ebenfalls gebrauchten Ultrasoft-Material an ihm vorbei. Der 39-jährige Finne feierte seinen ersten Sieg seit März 2013 in Melbourne.

In der Endabrechnung musste sich Hamilton auch dem lediglich von Platz 18 aus gestarteten Max Verstappen im Red Bull geschlagen geben. Damit fällt die Entscheidung um den Titel frühestens nächstes Wochenende in Mexiko. WM-Leader Hamilton liegt nun 70 Punkte (346: 276) vor Sebastian Vettel, der in Austin Vierter wurde. 75 hätten es sein müssen, um vorzeitig und zum fünften Mal Weltmeister zu werden.

Hamilton unmittelbar nach dem Rennen: «Mir ist nicht ganz klar, wie unsere Strategie so enden konnte.» Klar hätte er gerne gewonnen, «aber immerhin konnten wir den Fans guten Sport zeigen», meinte der Mercedes-Pilot. Und weil es Räikkönen war, der am Ende zuoberst stand, fiel wohl auch die Gratulation üppiger aus, als wenn es Vettel gewesen wäre. «Ich freue mich für Kimi, er hat keinen einzigen Fehler gemacht und prima Arbeit geleistet. Es ist eine Weile her, dass er ein Rennen gewonnen hat. Ich kenne niemanden, der sich für Kimi nicht freuen würde», zitierte ihn «speedweek.com».

Vettel: «Ferrari im Stich gelassen»

Für Vettel wäre das Rennen beinahe in der ersten Runde gelaufen gewesen. Der Deutsche kollidierte mit Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo und fiel nach einem Dreher zurück. Auch wenn Vettel in der Folge ein starkes Rennen zeigte, das er als Vierter beendete, überwog der Ärger. «Ich bin enttäuscht über mein Rennen. Ich bin enttäuscht, dass ich heute Ferrari im Stich gelassen habe.» Trotzdem blickte der Deutsche auf ein gutes Wochenende zurück. «Es zeigt, dass man uns noch nicht abschreiben kann.»

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