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Neue deutsche Welle bei Sauber

Der Schweizer Sauber-Rennstall hat das erste Cockpit für die kommende Formel-1-Saison vergeben. Es geht an den Deutschen Nico Hülkenberg, der die Rolle des Teamleaders übernehmen dürfte.

ak
Noch fährt er für Saubers Gegenspieler: Nico Hülkenberg.
Noch fährt er für Saubers Gegenspieler: Nico Hülkenberg.
Keystone

Noch bevor die Zukunft des aktuellen Stammpiloten Kamui Kobayashi geklärt ist, hat Sauber den Nachfolger für den von McLaren abgeworbenen Sergio Pérez präsentiert: den 25-jährigen Deutschen Nico Hülkenberg. Hülkenberg debütierte 2010 bei Williams in der Formel 1 und holte bereits im ersten Jahr eine Pole. Nach 17 von 20 Rennen belegt er in der aktuellen WM-Wertung mit 49 Punkten Platz 12. Sein bisher bestes Ergebnis erzielte der Deutsche in der laufenden Saison als Vierter beim Grand Prix von Belgien auf der anspruchsvollen Rennstrecke von Spa-Francorchamps.

«Wir beobachten Nico schon seit einiger Zeit, und seine Leistungen sind überzeugend. Das war in der GP-2-Klasse so, und das hat sich in der Formel 1 fortgesetzt. Ein Highlight war natürlich, wie er sich 2010 in Interlagos bei schwierigsten äusseren Bedingungen die Poleposition holte. Da hat er gezeigt, dass er eine solche Chance nutzen kann, wenn sie sich bietet», sagte Teamchefin Monisha Kaltenborn. «Aber Glanzlichter sind das eine, konsequente Teamarbeit ist das andere, und auch in diesem Punkt setze ich Vertrauen in Nico. Ich bin sicher, dass er sehr gut ins Sauber-Team passt. Wir freuen uns sehr auf unsere Zusammenarbeit», so Kaltenborn weiter.

«Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Sauber-Team. Es ist eine Equipe, in der junge Piloten immer wieder aussergewöhnliche Leistungen gezeigt haben. Daran möchte ich anknüpfen. Das Sauber-Team macht derzeit eine sehr positive Entwicklung durch, und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam viel erreichen können», sagte Hülkenberg. Pikant ist, dass Hülkenberg in den verbleibenden drei Rennen dieser Saison noch gegen Sauber arbeiten muss und seinem künftigen Arbeitgeber einen Millionenschaden zufügen könnte. Dann nämlich, wenn es ihm und Force India gelingen sollte, die Hinwiler noch vom 6. Rang in der Konstrukteurs-WM zu verdrängen. Derzeit beträgt der Vorsprung von Sauber 23 Punkte.

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