Zum Hauptinhalt springen

«Ein nobler Zug eines noblen Mannes»

Was die Medien zum überraschenden Karriereende von Formel-1-Champion Nico Rosberg schreiben.

Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg ist gestern überraschend zurückgetreten: Nach einer extrem fordernden Saison bringe er nicht mehr genügend Motivation auf, erklärte der 31-jährige Deutsche, der am Sonntag in Abu Dhabi erstmals die Formel-1-WM gewonnen hatte. «Ich habe den Berg erklommen, ich bin an der Spitze angekommen und es fühlt sich richtig an», so Rosberg.

Der Sohn des früheren Weltmeisters Keke Rosberg hatte seine Karriere in der Formel 1 im Jahr 2006 begonnen. Nach vier Jahren beim Mittelklasse-Team Williams wechselte er zum Werksteam von Mercedes und fuhr dort zunächst an der Seite von Rekordchampion Schumacher. 2012 gewann er in China seinen ersten von insgesamt 23 Grands Prix. Total fuhr Rosberg 57 Mal aufs Podest.

Mit Hamilton duellierte er sich dann von 2014 an dreimal nacheinander um die WM. Zweimal musste Rosberg bittere Niederlagen gegen seinen Silberpfeil-Kollegen einstecken, ehe er in diesem Jahr die Oberhand behielt. «Jetzt bin ich im Hier und Jetzt, werde den Moment noch voll geniessen. Ich spüre eine grosse Erleichterung. In den nächsten Wochen werde ich bestimmt noch mehr verstehen, was und wie dieses Jahr alles passiert ist», sagte Rosberg.

Rücktritt vom Rücktritt ausgeschlossen

«Ganz sicher nicht», betonte der 31-jährige Deutsche auf der Gala des Motorsportweltverbands FIA in Wien auf die Frage, ob er sich zu einem Comeback als Fahrer hinreissen lassen könnte. «Ich habe meine Mission erfüllt, es ist erledigt.»

Zugleich räumte Rosberg ein, dass er bei einer erneuten WM-Niederlage gegen Mercedes-Teamkonkurrent Lewis Hamilton seine Karriere fortgesetzt hätte. «Wenn ich Zweiter geworden wäre, wäre ich nächstes Jahr sicher wieder gekommen», sagte Rosberg.

Auf der Gala nahm er ergriffen die WM-Trophäe aus den Händen von FIA-Chef Jean Todt entgegen. Rosberg sprach auch nochmals Hamilton seine Hochachtung aus. «Ich habe grossen Respekt vor Lewis, er war ein unglaublicher Konkurrent über all die Jahre», sagte der Deutsche, der den Briten vorgängig über seinen Entscheid aufgeklärt hatte.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch