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Schumachers ganz besonderer Rennwitz

Mercedes-Chef Norbert Haug traut Michael Schumacher einen neuen Höhenflug zu, wenn er das richtige Auto hat.

Der Chef glaubt an seinen Schützling: Norbert Haug und Michael Schumacher bei der Präsentation des neuen Mercedes-Boliden.
Der Chef glaubt an seinen Schützling: Norbert Haug und Michael Schumacher bei der Präsentation des neuen Mercedes-Boliden.
Keystone

Zwar läuft der Vertrag des siebenmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher bei Mercedes am Ende der Saison aus. In einem Interview in der FAZ unterstrich Schumachers Chef Michael Haug das Potenzial des deutschen Rennpiloten und glaubt, dass Schumacher «noch immer diesen ganz besonderen Rennwitz hat». Es sei beeindruckend, dass Schumacher bei Grands Prix manchmal auch schneller als Team-Kollege Nico Rosberg gewesen sei.

Dieser ist gemäss Haug einer der besten fünf Fahrer der Formel-1-Riege, womit Schumachers Qualitäten noch höher einzustufen seien. «Ich traue Michael zu, dass er noch einmal einen Leistungssprung macht, wenn wir das entsprechende Auto gebaut haben», fügte der Mercedes-Chef an. Im Team falle er zudem als «Obermotivator», Ikone und Leaderfigur auf. Falls Schumacher auch in der übernächsten Saison noch Formel-1-Rennen fahren möchte, schliesst Haug auch eine Vertragsverlängerung nicht aus.

Der Konkurrenz voraus sein

Dennoch bleibt auch für Haug in dieser Saison Sebastian Vettel der Favorit – schon alleine aufgrund des überlegenen Red-Bull-Boliden. Doch 59-Jährige weiss auch, «eine Dominanz hält nie ewig». Das neue Auto namens W03 hat gerade den ersten Test hinter sich. Inwiefern dieses konkurrenzfähig sein wird, wissen die Verantwortlichen noch nicht. Zu wenig aussagekräftig sind die Tests. Doch Mercedes will in der kommenden Saison «weiter kommen als im vergangenen Jahr». Das wäre mindestens der 3. Rang in der Konstrukteurswertung und der 6. Rang in der Fahrerwertung.

Trotz der mässigen Aussagekraft der Tests bezüglich des Vergleichs mit der Konkurrenz, betont Mercedes-Chef Haug die Wichtigkeit: «Dann entsteht ganz schnell ein Gefühl für die Sache.» So sei es ihm auch 1998 ergangen, als Mika Häkkinen anschliessend Weltmeister wurde. «Wer hoch hinaus will, der muss das Auto bei Saisonbeginn im März so weit entwickelt haben, wie es die Konkurrenz erst im Oktober geschafft haben wird.»

Mercedes enthüllte als letztes Topteam

Zwanzig Tage vor dem Saisonauftakt hat der deutsche Formel-1-Rennstall Mercedes als letztes der Top-Teams seinen neuen Rennwagen vorgestellt. Die beiden Piloten Nico Rosberg und Michael Schumacher lüfteten am Dienstagmorgen in Barcelona vor Beginn der zweiten Testfahrtwoche den Boliden für die Saison 2012. Mit dem dritten eigenen Renner nach der Übernahme des Brawn-Rennstalls wollen die Stuttgarter zumindest den Sprung unter die Top 3 der Königsklasse schaffen und möglichst die ersten Siege einfahren.

Der neue Silberpfeil weist wie erwartet einen signifikanten Höcker an der Schnauze auf, der an den Schnabel eines Schnabeltiers erinnert. Damit folgt Mercedes den Bauweisen von Ferrari und dem Weltmeister-Team Red Bull, das am Höcker seines RB8 allerdings auch Lufteinlässe implementiert hat. Lediglich McLaren hat auf eine geschwungene Bauweise der Frontpartie gesetzt.

Mercedes hatte sich als einziges der Top-Teams mehr Zeit für die Entwicklung des neuen Autos genommen und war bei den ersten Tests in Jerez noch mit dem Auslaufmodell aus dem Vorjahr gefahren. Das Red-Bull-Team um Weltmeister Sebastian Vettel sowie McLaren und Ferrari hatten ihre 2012er-Modelle schon in Jerez im Einsatz.

ot/si

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