Tom Lüthis grosse Aufholjagd

Tom Lüthi schafft in seinem ersten Moto2-GP seit eineinhalb Jahren gleich den Sprung aufs Podest und wird Zweiter.

Starkes Comeback im Moto2-GP: Tom Lüthi.

Starkes Comeback im Moto2-GP: Tom Lüthi.

(Bild: Keystone Marcel Bieri)

Was für ein Rennen von Tom Lüthi: Der Emmentaler, der 2018 in der Königsklasse punktelos geblieben war, verpasste zum Saisonauftakt in Katar nach einer grossen Aufholjagd seinen 17. GP-Sieg nur um wenige Tausendstel. Statt dem 32-Jährigen aus Linden triumphierte der ebenfalls auf einer Kalex fahrende Italiener Lorenzo Baldassarri. Dritter wurde auf dem Circuit von Losail Lüthis Dynavolt-Teamkollege Marcel Schrötter.

Von Position 7 gestartet, war Lüthi zu Rennbeginn für kurze Zeit aus den Top 10 gefallen. Danach konnte der Berner während vielen Runden Luca Marini nicht überholen. Doch einmal am Italiener – dem Halbbruder von Valentino Rossi – vorbei, war Lüthi nicht mehr aufzuhalten. Zu Rennhälfte tauchte der letztjährige MotoGP-Fahrer bereits an fünfter Stelle auf.

Sieben Runden vor Schluss hatte Lüthi, der zwischenzeitlich um mehr als zweieinhalb Sekunden zurückgelegen hatte, nach mehreren schnellsten Rennrunden den Anschluss nach ganz vorne wieder geschafft. Den Australier Remy Gardner, der letztlich Vierter wurde, sowie den Deutschen Schrötter konnte der nun 58-fache Podestfahrer aus der Schweiz noch schnappen. Zu Baldassarri, der seinen dritten GP gewann, fehlten Lüthi nach 20 Runden à 5,38 km nur 26 Tausendstel.

Punkte auch für Ersatzfahrer Raffin

Jesko Raffin durfte mit dem Saisonauftakt ebenfalls zufrieden sein. Der Zürcher verbesserte sich im Rennen von Startposition 20 in den 14. Rang. Raffin ist im niederländischen NTS-Team jedoch nur temporärer Ersatz für Steven Odendaal. Er wird den Platz räumen müssen, sobald der am Fuss verletzte Südafrikaner wieder fit ist.

Für Dominique Aegerter kündet sich ein schwieriges Jahr an. Der Oberaargauer blieb zu Beginn seiner zehnten Moto2-Saison trotz eines Top-Starts, der ihn von Position 24 auf 15 brachte, ohne WM-Punkte. Aegerter fiel auf der MV Agusta mit fortlaufender Renndauer zurück und wurde nur 18. - zum 15. Rang fehlten ihm gut vier Sekunden.

22. GP-Sieg von Dovizioso

Im MotoGP-Rennen duellierten sich wie im Vorjahr Andrea Dovizioso und Marc Marquez um den Sieg. Und wie 2018 behielt der italienische Ducati-Werkfahrer auf dem Circuit in Losail das bessere Ende für sich. 23 Tausendstel gaben den Ausschlag zugunsten des 22. GP-Siegs von Dovizioso gegenüber dem MotoGP-Titelverteidiger Marquez (Honda), der in der letzten Kurve noch einen Angriff lanciert hatte.

Dritter wurde der Brite Cal Crutchlow vor dem Spanier Alex Rins. Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi aus Italien kämpfte sich von Startposition 14 in den 5. Rang vor. Rossi verlor auf den Sieger nur gerade 0,600 Sekunden. Seinem von der Pole-Position gestarteten Yamaha-Teamkollegen Maverick Viñales blieb hingegen nur der 7. Platz.

Japanischer Sieg in der Moto3

Der Sieg im Moto3-Rennen ging an Kaito Toba. Der 18-jährige Japaner sicherte sich seinen ersten GP-Sieg mit 0,053 Sekunden Vorsprung vor dem Honda-Markenkollegen Lorenzo Dalla Porta aus Italien. Nicht weniger als elf Fahrer klassierten sich nach den 18 Runden auf dem Circuit nahe der katarischen Hauptstadt Doha innerhalb einer Sekunde.

SDA

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