Zum Hauptinhalt springen

Vettel mit sensationellem Sieg

Der junge Deutsche fährt sowohl für sich als auch für sein Toro-Rosso-Team den ersten Sieg der Geschichte ein. Er lässt Heikki Kovalainen und Robert Kubica klar hinter sich.

Sebastian Vettel auf dem Weg zur Sensation: Der 21-jährige Deutsche sichert sich und seiner Toro-Rosso-Mannschaft den ersten Sieg der Geschichte.
Sebastian Vettel auf dem Weg zur Sensation: Der 21-jährige Deutsche sichert sich und seiner Toro-Rosso-Mannschaft den ersten Sieg der Geschichte.
Keystone
Der erste Sieg seiner Karriere: Der Deutsche freut sich dementsprechend.
Der erste Sieg seiner Karriere: Der Deutsche freut sich dementsprechend.
Keystone
Mühselige Arbeit: Ein Mitarbeiter der «Scuderia» versucht die Box trocken zu halten.
Mühselige Arbeit: Ein Mitarbeiter der «Scuderia» versucht die Box trocken zu halten.
Keystone
1 / 10

Der 21-Jährige aus dem österreichisch-italienischen Rennstall avancierte im Regen-Rennen zum jüngsten Sieger der Formel-1-Geschichte. Vettel löste in dieser Rangliste den Spanier Fernando Alonso ab, der 2003 in Ungarn als 22-Jähriger triumphiert hatte. Vettel war nach dem verregneten Training vom Samstag aus der Pole Position ins Rennen gestartet, und diese Position verteidigte der Deutsche mit Erfolg. Nach 53 Runden verwies der Jungstar den Finnen Heikki Kovalainen (McLaren-Mercedes) um 12,5 Sekunden auf Platz 2.

Grund zur Zufriedenheit durfte auch das BMW-Sauber-Team haben. Robert Kubica und Nick Heidfeld, lediglich aus den Positionen elf und zehn ins Rennen gegangen, zeigten beide eine starke Leistung. Kubica erreichte als Dritter das Podium, was er in den sechs Rennen zuvor nur ein einziges Mal geschafft hatte. Und Nick Heidfeld beendete die Prüfung als Fünfter, womit beide BMW-Sauber-Piloten vor den grossen Favoriten auf die Weltmeisterschaft einfuhren.

Hamiltons Aufholjagd

Die weiteren WM-Aspiranten landeten im Schatten von Vettel und BMW-Sauber im geschlagenen Feld. Felipe Massa (Ferrari) wurde Sechster, der vom 15. Startplatz aus gestartete Lewis Hamilton (McLaren-Mercedes) Siebenter und Kimi Räikkönen (Ferrari) nur Neunter. Nach 14 von 17 Saisonrennen führt nun Hamilton in der WM einen Punkt vor Massa. Kubica verringerte als Dritter den Abstand zu Hamilton auf 14 Punkte.

Das seit 2006 in der Formel-1-WM fahrende Toro-Rosso-Team, das vorher Minardi hiess und jahrelang erfolglos dem übrigen Feld hinterher fuhr und nun seinen ersten Sieg einfuhr, ist inzwischen fest in österreichischer Hand. Milliardär Dietrich Mateschitz, der mit Red-Bull-Renault ein zweites WM-Team besitzt, und Österreichs früherer Formel-1-Fahrer Gerhard Berger fungieren als Besitzer, Teamchef ist der Tiroler Franz Tost.

Der Ticker

1/53 Sebastian Vettel gewinnt den GP von Italien und ist damit der jüngste Sieger der Geschichte. Hinter ihm landen Kovalainen und Kubica auf dem Podest. Der Pole holt sich damit wichtige Punkte im WM-Klassenent auf Massa und Hamilton.

3/53: Nur noch drei Runden sind zu absolvieren und die Sensation liegt in der Luft. Wie ein Routinier spult der junge Vettel sein Pensum ab. Nur noch ein Crash kann seinen ersten Sieg verhindern.

8/53: Robert Kubert steuert auf den dritten Rang zu.

11/53: Vettel ist nur noch elf Runden von einer dicken Überraschung entfernt. Er führt elf Sekunden vor Kovalainen. Dahinter balgen sich Kubica, Alonso, Heidfeld, Massa und Hamilton, der vom 15. Platz starten musste, um wichtige WM-Punkte.

13/53: Massa kürzt ab und muss Nick Heidfeld wieder vorbeilassen.

17/53: Vettel hat nun auch den zweiten Stopp absolviert und liegt immer noch vorne. Nach der ersten Pole-Position liegt nun auch gleich der erste Sieg, seiner noch jungen Karriere drin.

18/53: Webber mit einem Dreher. Der Australier riskiert mit seinem «intermediates» zu viel und verliert dadurch einige Sekunden.

20/53: Massa wechselt, wie vor ihm auch Alonso, auf «intermediates». Sie gehen offensichtlich davon aus, dass der Regen jetzt ausbleibt.

21/53: Vettel hält sich weiterhin wacker vorne. Er führt knapp zwölf Sekunden vor Kovalainen, muss alerdings noch ein Mal an die Box.

26/53: Hamilton verlässt die Box. Der Brite hat vollgetankt und wird das Rennen ohne weiteren Stop beenden.

29/53: Vettel Hamilton Rosberg Trulli Glock Kovalainen Alonso Kubica Webber Räikkönen Heidfeld Massa

32/53: Kovalainen, Massa und Webber an der Box. Somit übernimmt Vettel wieder die Spitze.

35/53: Boxenstopp für Vettel. Der Deutsche fällt auf den 4. Rang zurück.

36/53: Das selbe Bild an der Spitze. Sebastian Vettel führt mittlerweile elf Sekunden vor Heikki Kovalainen.

38/53: Lewis Hamilton ist aggressiv unterwegs. Er überholt Timo Glock und drängt diesen von der Piste. Ob dies kein Nachspiel hat?

39/53: Hamilton arbeitet sich vor. Er lässt auch Heidfeld stehen und wird nun an 10. Stelle geführt.

Noch stärkerer Regen wird soeben angekündigt.

41/53: Fischella mit einem Crash. Der Italiener muss das Rennen beenden. Massa überholt zudem Nico Rosberg und ist jetzt auf dem vierten Platz.

43/53: Hamilton zieht an Räikkönen vorbei. Zur Überraschung überholt der Brite den Finnen und setzt sich an die 11. Stelle.

44/53: Räikkönen und Hamilton rücken vor. Beide konnten Giancarlo Fisichella überholen.

46/53: Timo Glock mit einem Dreher. Robert Kubica im BMW kann davon überzeugen und belegt nun den 8. Platz.

47/53: Das Klassement nach sechs Runden: Vettel Kovalainen + 5.5s Webber + 8.7s Rosberg + 11.9 Massa + 13.5s Trulli + 15.9s Alonso + 18.3s Glock + 18.9s

48/53: Vettel hält sich an der Spitze. Der junge Deutsche hat ein leichtes Auto und ist wohl mit einer Zweistoppstrategie unterwegs. Schon mehr als fünf Sekunden führt er vor Kovalainen.

50/53: Trotz äusserst kritischen Verhältnissen wird gerast was das Zeug hält. Sebastian Vettels Topspeed beläuft sich auf 315 km/h.

52/53: Fliegender Start in den GP von Italien. Keine Unfälle in der ersten Runde.

Proberunde: Sébastien Bourdais bleibt schon bei der Proberunde stehen. Der Franzose im Toro-Rosso wird seinen sensationellen 4. Startplatz verlieren.

Der Regen macht schon auf sich aufmerksam. Das Fahrerfeld wird hinter dem Safety-Car starten. Zudem sind alle Piloten auf so genannten «extreme wets» (Reifen mit sehr tiefem Profil) unterwegs.

Nur an 15. Stelle wird der Name des Briten geführt. Der Regen machte ihm zu schaffen und sorgte für die schlechteste Startposition in dieser Saison. Doch nicht nur er gehörte am Samstag zu den geschlagenen. Kimi Räikkönen geht nur einen Platz vor Hamilton an den Start und auch Robert Kubica muss mit seinem BMW von weit hinten (Platz 11) losfahren.

Die Schwäche der Favoriten nutzte Sebastian Vettel am besten. Der jüngste Fahrer im Feld fuhr mit seinem Toro-Rosso auf die Pole-Position. Natürlich ist dies die Erste für den 21-jährige Deutschen. Hinter ihm reihen sich Heikki Kovalainen (McLaren), Mark Webber (Red Bull), Sébastien Bourdais (Toro-Rosso) und Nico Rosberg (Williams) auf. Erst auf dem 6. Rang folgt mit Felipe Massa ein WM-Kandidat.

Auch heute ist es in Monza regnerisch; ein spannendes Rennen kann also erwartet werden.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch