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Neuseelands Party an der Heim-WM geht weiter

An der Rugby-WM in Neuseeland qualifizierte sich der Gastgeber souverän für die Halbfinals. Nach dem 33:10-Sieg über Argentinien treffen die "All Blacks" auf Australien, das Südafrika ausschaltete.

Ein Halbfinalduell der zwei Erzrivalen gab es an Weltmeisterschaften bisher zweimal. Sowohl 1991 wie 2003 behielt Australien das bessere Ende für sich. Auch die letzte Begegnung zwischen Neuseeland und den vom Neuseeländer Robbie Deans trainierten "Wallabies" endete zugunsten der Australier (25:20 am 27. August in Brisbane).

Neuseeland bekundete in Auckland gegen Argentinien vor allem in der ersten Halbzeit einige Mühe (12:7). In den zweiten 40 Minuten hielten die Südamerikaner dem Druck der Gastgeber allerdings nicht mehr stand, womit diese an den siebten Titelkämpfen zum sechsten Mal in die Halbfinals einzogen. Einzig vor vier Jahren in Frankreich waren die Neuseeländer bei diesem Unterfangen gescheitert, Argentinien seinerseits hatte damals mit dem 3. Platz das beste Resultat der Geschichte erreicht. Wichtigster Spieler im Halbfinal war Neuseelands Kicker Piri Weepu mit sieben verwandelten Strafkicks (21 Punkte). Neuseeland rennt seit der ersten WM-Austragung vor 24 Jahren einem weiteren Titelgewinn nach.

Obwohl deutlich überlegen, verlor Titelverteidiger Südafrika den Viertelfinal in Wellington gegen Australien 9:11 (3:8). Matchwinner für den zweifachen Weltmeister Australien (1991 und 1999) war Youngster James O'Connor, der die Wallabies neun Minuten vor Schluss mit einem Strafkick zum Sieg schoss (71.). In der ersten Halbzeit war Australien bis zur 16. Minute entgegen dem Spielverlauf 8:0 in Führung gegangen. Danach kam Südafrika, das nur eines der letzten sechs Duelle mit dem aktuellen Tri-Nations-Champion gewann, stärker auf. Der Weltmeister von 2007 ging durch zwei Straf- und einen Dropkick bis zur 59. Minute 9:8 in Führung. Unmittelbar nach der Niederlage gegen Australien traten Südafrikas Nationaltrainer Peter de Villiers und Teamcaptain John Smit zurück. De Villiers hatte die "Springboks" nach dem WM-Triumph 2007 übernommen und war der erste farbige Nationaltrainer des Landes.

Im ersten Halbfinal am kommenden Samstag stehen sich Frankreich und Wales gegenüber. Die Franzosen bezwangen im WM-Viertelfinal England 19:12 und die Waliser setzten sich im "keltischen Duell" gegen Irland überraschend deutlich durch (22:10).

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