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Österreich lanciert Sturm im Wasserglas

Das Schweizer Skisprung-Team in Whistler nimmt irritiert zur Kenntnis, wie seitens der Österreicher eine Polemik um Simon Ammanns Bindung lanciert wird.

In der Nacht auf Freitag Schweizer Zeit wurde das Thema an der Mannschaftsführer-Sitzung diskutiert.

Der Olympiasieger verschafft sich, so die Befürchtungen der Österreicher, durch die Modifikation einer genehmigten Bindung einen Vorteil. Der Zapfen, der hinten am Schuh zum Ski führt, ist beim Schweizer neuerdings gebogen. "Dies bringt eine bessere Anströmung des Skis", erklärte der Schweizer Trainer Martin Künzle.

Österreichs Cheftrainer Alexander Pointner betonte, dass man die Leistung Ammanns keinesfalls schmälern wolle. "Simon ist der verdiente Olympiasieger, wir machen rückwirkend keinen Protest". Aber es gehe um die Zukunft. "Gibt es eine Zulassung? Gibt es ein Protokoll dazu? Ist es angemeldet und entspricht das Produkt der IWO (Internationale Wettkampfordnung)?" Skispringen sei zwar keine Materialschlacht mehr, so der Österreicher, doch es werde natürlich stets getüftelt. "Ein gutes Team bleibe im Materialsektor stets am Ball, ein gutes Team wacht aber auch darüber, ob die Regeln eingehalten werden."

Der Schweizer Disziplinenchef Gary Furrer sieht der ganzen Sache gelassen entgegen. Ammann hatte seine Neuerung bereits bei seinem letzten Weltcup-Einsatz gesprungen, ein Grossteil der Athleten nimmt bei den zugelassenen Bindungen Modifikation vor, bei Ammanns Siegen in Klingenthal und Whistler gab es keine Beanstandungen, nirgends ist ein Protest deponiert und Athleten-Vertreter Andreas Küttel flog auch schon mit dieser Modifikation. "Es ist alles reglementskonform", beschwichtigt Furrer.

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