Zum Hauptinhalt springen

Die Schweizer deklassieren Südkorea

Nach dem Fehlstart gegen Kanada zeigt das Team von Patrick Fischer eine Reaktion und schlägt Gastgeber Südkorea 8:0.

Torjubel im Minutentakt: Die Schweizer Hockeyaner deklassieren Südkorea beim 8:0-Kantersieg im zweiten Vorrundenspiel.
Torjubel im Minutentakt: Die Schweizer Hockeyaner deklassieren Südkorea beim 8:0-Kantersieg im zweiten Vorrundenspiel.
Bruce Bennett/Getty Images
Blitzstart: Patrick Fischer scheint die richtigen Worte gefunden zu haben – sein Team legt los wie die Feuerwehr, wobei Hollenstein nach zehn Minuten den ersten Treffer erzielt.
Blitzstart: Patrick Fischer scheint die richtigen Worte gefunden zu haben – sein Team legt los wie die Feuerwehr, wobei Hollenstein nach zehn Minuten den ersten Treffer erzielt.
Matt Slocum/AP Photo
Freude herrscht: Die Eidgenossen zeigen eine Reaktion auf die deftige Startniederlage gegen Kanada und gewinnen klar und deutlich gegen den Gastgeber. Das nächste Vorrundenspiel gegen Tschechien findet am Sonntag statt.
Freude herrscht: Die Eidgenossen zeigen eine Reaktion auf die deftige Startniederlage gegen Kanada und gewinnen klar und deutlich gegen den Gastgeber. Das nächste Vorrundenspiel gegen Tschechien findet am Sonntag statt.
Bruce Bennett/Getty Images
1 / 6

Das Eishockey-Nationalteam kam im Olympia-Turnier zum ersten Sieg. Die Schweizer besiegten Gastgeber Südkorea 8:0. Dreimal Pius Suter sowie Denis Hollenstein, Félicien Du Bois, Thomas Ruefenacht, Reto Schäppi und Enzo Corvi erzielten die Tore. Zwei Tage nach dem misslungenen Auftritt gegen Kanada (1:5) fuhren die Schweizer den geforderten Pflichtsieg souverän ein.

Aus dem Pflichtsieg wurde ein Kantersieg. Die Schweizer mussten nicht wie die Tschechen gegen Südkorea bis zur Schlusssirene um den Sieg bangen. Schon nach den Goals von Du Bois und Suter zum 3:0 nach 36 Minuten war die Partie mehr als vorentschieden. Anschliessend tankten die Schweizer mit fünf weiteren Toren im Schlussabschnitt Selbstvertrauen. In der Schlussphase befand sich das Team von Nationalcoach Patrick Fischer in einem Spielrausch.

4-0 after Thomas Rufenacht gets a great goal just seconds after the game returned to 5-on-5. Made Mike Testwuide looks silly. #PyeongChang2018pic.twitter.com/41P7fe0z2D— Steven Ellis (@StevenEllisNHL) 17. Februar 2018

Sehenswerter Sololauf: Rüfenacht tanzt einen koreanischen Verteidiger mit einem klasse Dribbling aus und erwischt anschliessend Keeper Dalton zwischen den Schonern. (Quelle: Twitter/@StevenEllisNHL)

Die Aufgabe der Schweizer wurde erleichtert, weil Südkoreas eingebürgerter Goalie, Matt Dalton, bei den Gegentoren vom 0:1 zum 0:3 nicht gut aussah. Beim 0:2 konnte Dalton einen Weitschuss von Du Bois nicht fangen; beim 0:3 liess er sich von Suter mit einem «Buebetrickli» übertölpeln. Nach dem 0:3 brachen die Südkoreaner ein.

Rassiger Start trug Früchte

Aber die Schweizer spielten gut – auch schon im ersten Abschnitt, als der Gegner noch mitspielte. Der rassige Beginn trug Früchte, als Denis Hollenstein die Schweizer nach zehn Minuten mit energischem Nachsetzen in Führung brachte.

Die Südkoreaner vermochten die Schweizer Abwehr am Samstag nicht seriös zu testen. Die Asiaten kamen zwar zu 25 Torschüssen; gute Torchancen erspielten sie sich maximal eine Handvoll. Das Schweizer Tor hütete Jonas Hiller, der bei der Niederlage gegen Kanada nach 26 Minuten eingewechselt worden war und bislang im Olympiaturnier noch kein Gegentor kassiert hat. Leonardo Genoni, gegen Kanada nach vier Gegentoren ausgewechselt, erhielt am Samstag einen Ruhetag und musste sich nicht einmal umziehen.

Nationalcoach Patrick Fischer musste weitere Änderungen vornehmen: Captain Raphael Diaz, der gegen Kanada schon im ersten Abschnitt in einen Bodycheck von Rob Klinkhammer gelaufen war, musste aussetzen. Für Diaz kam Romain Loeffel zum Einsatz; Philippe Furrer stieg zum Captain auf. Ausserdem gelangte Gregory Hofmann für Simon Bodenmann zum Einsatz.

Direkt in die Viertelfinals?

Dank des klaren Sieges und der jetzt wieder positiven Tordifferenz (9:5) dürfen die Schweizer doch wieder hoffen, auf direktem Weg in die Viertelfinals einzuziehen. Zum Abschluss der Vorrunde treffen sie am Sonntag auf Tschechien (8.40 Uhr MEZ).

Die Schweizer können die Vorrundengruppe A nur noch als Sieger beenden, wenn Südkorea das letzte Spiel gegen Kanada gewinnt, womit kaum zu rechnen ist. Ansonsten beenden die Schweizer die Gruppe A entweder auf Platz 2 (bei einem Sieg in 60 Minuten über Tschechien) oder auf Platz 3.

Indirekter Weg

Die Sieger der drei Vorrundengruppen plus der beste Zweitplatzierte erreichen direkt die Viertelfinals vom Mittwoch. Die übrigen acht Teams ermitteln am Dienstag in Achtelfinals die übrigen Viertelfinalisten.

Südkorea - Schweiz 0:8 (0:1, 0:2, 0:5)

6500 Zuschauer. - SR Hribik/Rantala (CZE/FIN), Lhotsky/McIntyre (CZE/USA). Tore: 11. Hollenstein (Haas, Loeffel) 0:1. 29. Du Bois 0:2. 36. Suter (Herzog) 0:3. 44. Ruefenacht (Untersander, Almond) 0:4. 46. Suter (Ambühl, Moser) 0:5. 47. Schäppi (Almond, Geering) 0:6. 52. Suter (Geering, Ambühl) 0:7. 56. Corvi (Hofmann, Du Bois) 0:8. Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Südkorea, 5mal 2 Minuten gegen die Schweiz. Südkorea: Dalton (46. Park); Lee Don-Ku, Regan; Kim Won-Jun, Young; Plante, Seo; Oh; Cho, Radunske, Swift; Testwuide, Kim Sangwook, Kim Kisung; Shin, Park Woosang, Kim Wonjung; Park Jin-Kyu, Ahn, Lee Young-Jun; Shin. Schweiz: Hiller; Blum, Untersander; Furrer, Loeffel; Geering, Du Bois; Schlumpf; Hollenstein, Haas, Praplan; Moser, Suter, Ambühl; Scherwey, Corvi, Hofmann; Ruefenacht, Schäppi, Almond; Herzog. Bemerkungen: Schweiz ohne Stephan (Ersatztorhüter), Diaz (verletzt), Genoni und Bodenmann (beide überzählig). - Schüsse: Südkorea 25 (7-8-10); Schweiz 34 (15-10-9). - Powerplay-Ausbeute: Südkorea 0/3; Schweiz 0/5.

SDA/nos

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch