Risiko und Willen haben sich bezahlt gemacht

Sportredaktor Marco Oppliger zum Exploit des Schweizer Mixed-Curler-Duos Perret-Rios an den Olympischen Winterspielen.

Erfolgsduo mit Ecken und Kanten: Martin Rios und Jenny Perret.<p class='credit'>(Bild: Keystone Alexandra Wey)</p>

Erfolgsduo mit Ecken und Kanten: Martin Rios und Jenny Perret.

(Bild: Keystone Alexandra Wey)

Marco Oppliger@BernerZeitung

Die Schweizer Mixed-Curler durften um Olympiagold spielen – am Ende reichte es für Silber. Auf den ersten Blick ist es ein Medaillengewinn mit Ansage, schliesslich sind Jenny Perret und Martin Rios als Weltmeister nach Südkorea gereist. Gleichwohl überrascht es, dass dieses Duo es so weit gebracht hat. Denn im Grunde birgt ihre Geschichte die besten Voraussetzungen dafür, grandios zu scheitern.

Perret und Rios waren einst ein Liebespaar gewesen. Als die Beziehung scheiterte, drohte auch ihr sportliches Projekt Schiffbruch zu erleiden: die ­Teilnahme an den Olympischen Spielen 2018. Dabei hatten sie, im Wissen, dass Mixed-Curling in Südkorea olympisch sein würde, früh auf diese Karte gesetzt. Es war ein Risiko. Denn mit ­dieser Sparte begab sich das Duo in die sportliche Anonymität.

Perret und Rios aber rafften sich zusammen. Nicht zuletzt weil sie ihr Coach – der grosses Po­tenzial in diesem Duo sah – darin bestärkte. Er lag damit goldrichtig. Die beiden sind nicht nur erfolgreich, sie sind auch unterhaltsam. Ihre Art, einander auf dem Eis ohne Rücksicht an­zupfeifen, dürfte bei einem breiten Publikum ankommen. Für das Curling, welches meist ein Schattendasein fristet, sind Perret/Rios ein Glücksfall.

Berner Zeitung

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