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Powell überzeugte mit Jahresweltbestleistung

Asafa Powell zeichnete beim Diamond-League-Meeting in Rom für das Highlight verantwortlich. Die Zuschauer kamen in den Genuss von sechs Jahresweltbestleistungen.

Der 27-jährige Jamaikaner, der sich bislang auf seiner Paradestrecke an Weltmeisterschaften mit zwei Bronzemedaillen hatte begnügen müssen und bei den Olympischen Spielen in Athen sowie Peking jeweils nur Fünfter geworden war, verbesserte mit 9,82 Sekunden die eigene Jahresweltbestleistung um ein Hundertstel. Damit blieb er bereits zum 70. Mal unter 10 Sekunden - allerdings hatte einige Male der Wind zu stark geblasen. Diesmal war mit einem Rückenwind von 0,6 m/s alles in Ordnung. Powell distanzierte den zweitklassierten Franzosen Christophe Lemaitre um 27 Hundertstel und wahrte seine Ungeschlagenheit in diesem Jahr.

Im Sprint der Frauen siegte Lashauntea Moore in 11,04 vor Chandra Sturrup (Bah/11,14). Die Amerikaner profitierte allerdings davon, dass die jamaikanische Olympiasiegerin und Weltmeisterin Shelly-Ann Fraser wegen eines Fehlstarts disqualifiziert worden war - seit dieser Saison ist ein Fehlstart gleichbedeutend mit der Disqualifikation. Vor Fraser hatte bereits Mikkele Barber (USA) zu früh gezuckt.

Eine halbe Stunde zuvor hatte Langhürdlerin Lashinda Demus das Meeting ideal lanciert; mit 52,82 unterbot die 27-jährige Kalifornierin die eigene Jahresweltbestleistung gleich um 52 Hundertstel. Schneller waren nebst ihr selber erst sieben weitere Läuferinnen gewesen. Demus hatte bereits beim Diamond-League-Meeting in Schanghai triumphiert.

Auch in der zweiten Laufentscheidung des Abends kamen die Zuschauer im Römer Olympiastadion in den Genuss einer Weltjahresbestmarke. Die Kenianerin Milcah Chemos Cheywa vermochte sich dank einem starken Finish gegenüber ihrem Sieg in Oslo um 95 Hundertstel auf 9:11,71 zu steigern.

Im 400-m-Rennen der Männer konnte sich Jeremy Wariner in der Jahresweltbestzeit von 44,73 (zuvor Calvin Smith/USA 44,81) hauchdünn gegen den am Ende stark aufkommenden Angelo Tayler (USA/44,74) durchsetzen.

Für die Jahresweltbestleistungen Nummern 5 und 6 in Rom sorgten der amerikanische Weitspringer Dwight Phillips (8,42 m) und die marokkanische 800-m-Läuferin Halima Hachlaf (1:58,40).

Im Kugelstossen der Männer feierte Christian Cantwell seinen 15. Sieg in Serie (21,67). Cantwell hatte bereits in Doha und Oslo triumphiert. Hochspringerin Blanka Vlasic kam ebenfalls zu ihrem dritten Sieg in der neu geschaffenen Diamond League. Auch die kroatische Weltmeisterin musste zittern; 1,98 übersprang sie erst im dritten Versuch. Am Ende setzte sie sich mit 2,03 durch.

Die Schweizer 4x100-m-Staffel hat im ersten Anlauf die Limite für die Europameisterschaften in Barcelona (27. Juli bis 1. August) unterboten. Pascal Mancini, Aron Beyene, Reto Amaru Schenkel und Marc Schneeberger blieben mit 39,34 um 16 Hundertstel unter dem geforderten Wert - der Schweizer Rekord liegt bei 38,78. Diese Zeit reichte zu Rang 5. Den Sieg sicherte sich Frankreich (38,50) vor Italien 1 (38,72) und Jamaika (39,05).

Diamond League (4/14) in Rom, alle Sieger/innen.

100 m (RW 0,6 m/s): 1. Asafa Powell (Jam) 9,82 (JWB). - 200 m (RW 0,5 m/s): 1. Walter Dix (USA) 19,86. - 400 m: 1. Jeremy Wariner (USA) 44,73 (JWB). - 1500 m: 1. Augustine Kiprono Choge (Ken) 3:32,21. - 5000 m: 1. Imane Merga (Äth) 13:00,12. - 110 m Hürden (RW 0,9 m/s): 1. Dayron Robles (Kuba) 13,14. - Weit: 1. Dwight Phillips (USA) 8,42 (JWB). - Diskus: 1. Piotr Malachowski (Pol) 68,78. - Kugel: 1. Christian Cantwell (USA) 21,67.

Frauen. 100 m (RW 0,2 m/s): 1. Lashauntea Moore (USA) 11,04. - 400 m Hürden: 1. Lashinda Demus (USA) 52,82 (JWB). - 800 m: 1. Halima Hachlaf (Mar) 1:58,40 (JWB). - 3000 m Steeple: 1. Milcah Chemos Cheiywa (Ken) 9:11,71 (JWB). - Hoch: 1. Blanka Vlasic (Kro) 2,03. - Stab: 1. Fabiana Murer (Br) 4,70. - Drei: 1. Yargelis Savigne (Kuba) 14,74. - Speer: 1. Barbora Spotakova (Tsch) 68,66.

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