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Alberto Contador gewinnt Giro überlegen

Der Spanier hat die Italien-Rundfahrt zum zweiten Mal nach 2008 für sich entschieden. Das Schlusszeitfahren in Mailand gewann David Millar.

Küsschen für den Sieger: Alberto Contador geniesst es.
Küsschen für den Sieger: Alberto Contador geniesst es.
Keystone

Mit Millar siegte in der 26 Kilometer langen Prüfung gegen die Uhr der erklärte Favorit. Zum Abschluss der dreiwöchigen Rundfahrt gab Contador einen neuerlichen Beweis seiner erstaunlichen Frische. Hinter Alex Rasmussen erreichte der Gesamterste mit 36 Sekunden Rückstand den 3. Platz.

Contador hat zum sechsten Mal in seiner Karriere eine der drei grossen Landesrundfahrten gewonnen. Der Radprofi aus dem Madrider Vorort Pinto siegte dreimal in der Tour de France (2007/2009/2010), zweimal im Giro d'Italia (2008/2011) und einmal in der Vuelta (2008). Das nächste grosse Ziel des Spaniers heisst erneut Tour de France. Setzt er sich auch dort wieder auch, würde ihm als erstem Fahrer seit 1998 Marco Pantani das Double Giro/Tour gelingen.

CAS-Urteil wohl nicht vor September

Contador war in diesem Giro mit grossem Abstand der stärkste Fahrer. Der Triumph des Spaniers kann nur durch das Sportgericht (CAS) in Lausanne in Frage gestellt werden. Beim CAS ist der Rekurs des internationalen Radsport-Verbandes UCI und der Welt-Dopingagentur Wada gegen den Freispruch des spanischen Radsport-Verbandes hängig, nachdem Contador in der letztjährigen Tour de France positiv auf eine geringfügige Menge Clenbuterol getestet worden war. Ein Entscheid ist wahrscheinlich nicht vor September zu erwarten. Bis dahin darf der Spanier Rennen bestreitet. Erkennt das CAS Contador des Dopings schuldig, würden alle seine Resultate dieses Jahres annulliert.

Tschopp als bester Schweizer auf Rang 16

Aus italienischer Sicht interessierte lediglich noch, ob Michele Scarponi und Vincenzo Nibali auf dem Podium die Plätze tauschen würden. Das war nicht der Fall. Zwar holte Nibali zu Beginn des Zeitfahrens zehn Sekunden gegen seinen Rivalen auf. Dann jedoch herrschte Gleichstand. Scarponi verteidigte seinen 2. Schlussrang, Nibali blieb Gesamtdritter.

Der Kletterer Johann Tschopp belegte in diesem flachen Zeitfahren den 48. Platz. Damit gelang es dem Walliser, seine Position im Gesamtklassement zu behaupten. Als bester Schweizer ist Tschopp auf Rang 16 gelistet.

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