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Alpe-d'Huez-Sieger Breu im Live-Ticker

Heute rollt die Tour auf die Alpe d’Huez. Beat Breu fuhr dort 1982 als grosser Sieger durchs Ziel. Er erinnert sich – und kommentiert live auf Redaktion Tamedia die 19. Etappe.

Ein Highlight für den Schweizer Radsport: Beat Breu gewinnt am 20. Juli 1982 die 16. Etappe der Tour de France von Orcières auf die legendäre Alpe d'Huez. Es ist auch für den Ostschweizer «einer der schönsten Siege». Nach diesem Husarenritt wird Breu fortan «Bergfloh» genannt. Breu ist immer noch der einzige Schweizer, der auf der berühmtesten Alp im Radsport gewonnen hat.
Ein Highlight für den Schweizer Radsport: Beat Breu gewinnt am 20. Juli 1982 die 16. Etappe der Tour de France von Orcières auf die legendäre Alpe d'Huez. Es ist auch für den Ostschweizer «einer der schönsten Siege». Nach diesem Husarenritt wird Breu fortan «Bergfloh» genannt. Breu ist immer noch der einzige Schweizer, der auf der berühmtesten Alp im Radsport gewonnen hat.
Keystone
Schon vier Tage zuvor, bei der 13. Etappe von Pau nach Saint-Lary-Soulan, fährt Breu als Erster durchs Ziel.
Schon vier Tage zuvor, bei der 13. Etappe von Pau nach Saint-Lary-Soulan, fährt Breu als Erster durchs Ziel.
Keystone
Breu gibt im Juli 2007 als 49-jähriger ein Comeback auf dem Rad, und zwar als Steher. Am 1. Januar 2008 gewinnt er bei den Zürcher Sixdays sensationell eine Prüfung. Im Radquer missglückt das Comeback. Im November 2009 tritt er vom Radsport endgültig zurück.
Breu gibt im Juli 2007 als 49-jähriger ein Comeback auf dem Rad, und zwar als Steher. Am 1. Januar 2008 gewinnt er bei den Zürcher Sixdays sensationell eine Prüfung. Im Radquer missglückt das Comeback. Im November 2009 tritt er vom Radsport endgültig zurück.
Keystone
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Wir schreiben den 20. Juli 1982. Beat Breu, der Radprofi aus der Ostschweiz, verblüfft und entzückt die Radsportwelt gleichzeitig. Und dem Kommentator des Schweizer Fernsehens verschlägt es fast die Stimme. Schon vor vier Tagen, bei der 13. Etappe von Pau nach Saint-Lary-Soulan, liess «le petit Suisse» die gesamte Konkurrenz an der Tour de France hinter sich. Nun schlägt der Cilo-Aufina-Fahrer beim Aufstieg auf die Alpe d’Huez erneut zu. Auf den letzten Kilometern kontert Breu seinen letzten Gegner Robert Alban und überquert als Erster die Ziellinie.

«Das hat dem Franzosen den Bogen gegeben», stellt der Schweizer im Ziel fest. Und seine Cilo-Kollegen seien wie eine grosse Mannschaft gefahren. Die helvetische Sportwelt feiert ihn als ganz grossen Helden, es wird der Übername «Bergfloh» kreiert. Breu, der beste Kletterer an der Tour, wird schliesslich Gesamtsechster und Dritter der Bergwertung. Werner Schweizer, Radsport-Journalist vom Tages-Anzeiger, schreibt in einer Chronik über die Alpe d'Huez: «Weil sein Stil dem Chef im Feld, Bernard Hinault, nicht gefällt, darf Bernard Vallet Bergkönig werden und nicht der beste Kletterer Breu.»

Der Sieg ist immer noch in den Köpfen der Leute

Breu bleibt der grosse Triumph auf der Strecke mit 21 Kurven unvergesslich. «Das ist einer meiner schönsten Siege gewesen», sagt der 53-jährige St. Galler gegenüber Redaktion Tamedia. Er werde heute immer noch auf diesen Triumph angesprochen. «Und an diesem Morgen hat Radio DRS in einem Quiz noch einmal auf meinen Erfolg hingewiesen. Vielleicht bleibt es den meisten Leuten noch haften, weil ich immer noch der einzige Schweizer bin, der auf der Alpe d’Huez gewinnen konnte.» Das dürfte auch noch eine ganze Weile so bleiben.

Breu besuchte die Alpe d'Huez letztmals vor fünf Jahren. «Wir fuhren mit dem Wohnmobil nach Frankreich. Die Etappe war an einem Dienstag, wir waren schon am Samstag angekommen. Aber wir fanden entlang der Strecke keinen Platz mehr. Wir mussten ganz oben auf der Alp campieren.» Es sei faszinierend, wie viele Menschen sich einfänden, um einen Hauch von der Tour de France live mitzuerleben. Breu hat in Kurve 14 auch sein Namensschild gelesen. «Es ist natürlich sehr schön, wenn man auf die Alpe d’Huez fährt und seinen Namen lesen kann.»

Die Tour am Fernsehen

Als ehemaliger Kletter-Spezialist verfolgt Breu vor allem die Pyrenäen- und Alpenetappen am TV, sofern es der Beruf zulässt. Sonst informiert er sich mittels Zusammenfassungen über das Tourgeschehen. «Diese Fernseh-Bilder sind schon eindrücklich – die schöne Landschaft, aber auch das Leiden der Fahrer.»

Der ehemalige Radprofi arbeitet heute im Aussendienst einer Thuner Firma, die Ersatzteile für Mofas und Velos vertreibt. Er ist oft unterwegs, hat viel mit Menschen zu tun. «Mein Beruf gefällt mir. Ich bin sehr glücklich», hält Breu fest.

Und wir freuen uns, dass der Sieger der Alpe d’Huez von 1982 morgen Freitag auf Redaktion Tamedia fachmännisch die 19. Etappe der Tour de France begleitet.

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