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Belgier überrascht im Tirol – Cunego bleibt Leader

Thomas de Gendt gewinnt die mit 222,8 km längste Etappe der diesjährigen Tour de Suisse von Vaduz nach Serfaus in Österreich. An der Spitze der Gesamtwertung ändert sich in der 7. Etappe nichts.

Überraschungssieger: Thomas de Gendt setzt sich in der längsten Etappe der Tour durch.
Überraschungssieger: Thomas de Gendt setzt sich in der längsten Etappe der Tour durch.
Keystone

Das Teilstück ins Tirol brachte letztlich zwei Rennen in einem. Vorne kämpfte eine ursprünglich 17-köpfige Fluchtgruppe um den Tagessieg, und hinten im Feld ging es bei den Favoriten um den Gesamtsieg. Die Fluchtgruppe hatte sich im Aufstieg zum Flüela-Pass gebildet und da im Feld die Lampre-Mannschaft von Leader Cunego nicht sehr forsch nachführte, war schon bald einmal klar, dass die Führenden durchkommen würden. Knapp 6 Minuten lagen die Flüchtlinge 30 km vor dem Ziel voraus.

Den Etappensieg sicherte sich letztlich der Belgier Thomas de Gendt, der sich 25 km vor dem Ziel aus der Fluchtgruppe verabschiedet hatte. 34 Sekunden rettete De Gendt auf den Luxemburger Andy Schleck. Für den 24-jährigen Belgier war er der zweite wichtige Sieg in diesem Jahr. Im Frühjahr hatte er die 1. Etappe von Paris - Nizza gewonnen. Als bester Schweizer der Etappe erreichte der Thurgauer Andreas Dietziker, der als einziger Schweizer in der Fluchtgruppe vertreten war, als 15. das Ziel.

Das Zeitfahren als entscheidender Schlusspunkt

Bei den Favoriten um den Tour-Sieg tat sich wenig. Sehr aktiv zeigte sich jedoch der Luzerner Mathias Frank, der mehrmals in die Offensive ging. Der Innerschweizer kam zwar auch nicht weg, aber immerhin verbesserte er sich in der Gesamtwertung um eine Position auf Rang 7. Weiterhin liegt Frank 3:10 Minuten hinter Leader Cunego zurück.

Am Samstag führt die achte und zweitletzte Etappe von Tübach nach Schaffhausen, auf einem Parcours, der in der Gesamtwertung kaum Umstürze geben wird. Entschieden wird wohl die 75. Tour de Suisse im abschliessenden Zeitfahren in Schaffhausen, das über 32,1 km führen wird. Cunego darf sich seines Gesamtsieges noch keineswegs sicher sein. Als gefährlichsten Gegner schätzt der Italiener den Amerikaner Levi Leipheimer ein, der als Fünfter knapp zwei Minuten hinter Cunego liegt.

si/fal

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