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Bern 2020 ohne Radquer-Weltcup

Im kommenden Jahr findet kein Radquer-Rennen im Berner Freibad Weyermannshaus statt.

Im «Weyerli» fanden drei Radquerrennen statt, zwei davon als Weltcupevents.
Im «Weyerli» fanden drei Radquerrennen statt, zwei davon als Weltcupevents.
Keystone

Die zweite Austragung des Radquer-Weltcups am 20. Oktober im Freibad Weyermannshaus endete finanziell mit einem kleinen Gewinn, dennoch wird es im nächsten Jahr kein Weltcuprennen in Bern geben. Grund ist eine vom Radweltverband UCI lancierte Reform der Weltcup-Serie: Diese sieht vor, dass ab 2020 nicht mehr neun, sondern gleich 16 Weltcuprennen stattfinden sollen, organisiert durch die belgische Agentur Flanders Classics.

Bei gleichbleibenden Marketingrechten würden die Kosten für eine Berner Weltcup-Austragung im nächsten Jahr um rund 50'000 Franken steigen. Und das wäre nicht alles: Die Preisgeldsumme würde in den Jahren danach um weitere 30'000 Euro zunehmen. Das ohnehin angespannte Berner Budget lässt einen solchen Sprung nicht zu.

Sauer stösst dem OK-Präsidenten Christian Rocha neben dem finanziellen Mehraufwand auch die Ausrichtung auf. In Belgien boomt die Sportart. Entsprechend liegt der Fokus der neuen Serie. Die Stars würden kaum mehr nach Bern kommen. «Es geht ums Geschäft, nicht um den Sport», kritisiert Rocha. «Die Art, wie die Reform aufgegleist wurde, und auch die Kommunikation den Veranstaltern gegenüber sind eines Weltverbands unwürdig. Das ist inakzeptabel.»

Nach drei Rennen im «Weyerli», zwei davon als Weltcupevents, ist ungewiss, wie es mit der Berner Radquerveranstaltung weitergeht. Grundsätzlich ist der Verein Radquer Bern aber daran interessiert, auch nächstes Jahr ein Rennen durchzuführen, kombiniert mit dem populären Gravel Ride und Race. «Wir haben in den letzten drei Jahren viel Aufbauarbeit geleistet und viel Herzblut in das Projekt gesteckt. Das wollen wir in die Zukunft tragen. Wir versuchen, eine nachhaltige und finanzierbare Lösung zu finden», sagt Rocha.

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